King Size Bar in Mitte : Ärger um Lärmbelästigung

Nach Anwohnerbeschwerden wird in der King Size Bar ab jetzt leiser gefeiert. Keiner weiß, wie lange noch.

Milena Fee Hassenkamp
Auch George Clooney war schon in der King Size Bar.
Auch George Clooney war schon in der King Size Bar.Foto: dpa/picture-alliance

Diese Debatte kann man schon bald nicht mehr hören. Doch der Streit um den Lärm berührt immer wieder Berliner Clubs in ihrer Existenz, insbesondere in der Innenstadt. Nun muss es nach Anwohnerbeschwerden in der „King Size Bar“ an der Friedrichstraße leiser werden. „Und es wird ab jetzt leiser“, gelobt Silke Neumann, die Sprecherin der Clubs. Eine Anwohnerin hatte vor kurzem wegen der Lärmbelästigung Beschwerde eingereicht. Seit fünf Jahren ist die Szene-Bar, die von den Besitzern des Restaurants Grill Royal betrieben wird, ein beliebter Ort der Nachtclubszene. Promis wie Moderatorin und Schauspielerin Palina Rojinski und sogar George Clooney waren hier schon zu Gast und haben sich wohl immer mal wieder zu laut unterhalten.

Eine Bar wird zum Club

Bis in die frühen Morgenstunden dauern die oft legendären Partys, die nicht selten bis auf die offene Straße ausufern. Da kann es schon mal etwas lauter werden, denn die Bar verfügt nicht über eine ausreichende Schalldämmung, wie sie in Diskotheken Pflicht ist. Sie war eben auch ursprünglich lediglich als Bar gedacht.

In den vergangenen Jahren beklagten sich immer wieder Nachbarn . Die kürzlich eingereichte Beschwerde der Anwohnerin wurde zwar abgewiesen, doch die Bar hat sich letzte Woche freiwillig entschieden, Konsequenzen zu ziehen. Dass sich die Lage jetzt so zugespitzt habe, schiebt Neumann auf die Gentrifizierung an und für sich. Allgemein gäbe es immer weniger Freiräume in Berlin. Man müsse sich fragen, was man in Berlin überhaupt noch veranstalten dürfe.

Rückkehr zum Barbetrieb

Wie lange das King Size noch bestehen kann, ist unklar. Von Anfang an habe man nicht gewusst, bis wann man in dem Abrisshaus bleiben könne, erzählt Neumann. Aufwendig besseren Schallschutz einzubauen, mache deshalb keinen Sinn. Die Gerüchte über den Einzug eines Hotels, die in letzter Zeit kursierten, kann sie nicht bestätigen. „Wir kehren jetzt einfach zum Barbetrieb zurück.“

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