• Kita-Kinder müssen nun doch nicht Zuhause bleiben Senator verlängert Erzieher-Verträge Befürchtete Personalnot bleibt aus

Berlin : Kita-Kinder müssen nun doch nicht Zuhause bleiben Senator verlängert Erzieher-Verträge Befürchtete Personalnot bleibt aus

Susanne Vieth-Entus

Der befürchtete Personalmangel in Kindertagesstätten ist im neuen Jahr ausgeblieben. Kurz vor Toresschluss wurden noch hunderte Erzieherverträge verlängert, so dass offenbar keine Eltern gebeten werden mussten, ihre Kinder zu Hause zu lassen. Die Finanzverwaltung hatte den Vertragsverlängerungen doch noch zustimmen müssen, weil aus den östlichen Bezirken viel weniger Erzieher als erwartet versetzt wurden.

Noch im Oktober hatten die Bezirke etliche hundert überzählige Erzieherstellen ausgewiesen. Als es im Dezember aber ernst mit den Versetzungen werden sollte, schmolzen diese Überhänge plötzlich dahin. So wurden allein in Marzahn aus 35 Überhangstellen ganze drei. Im Bezirksamt heißt es erläuternd, viele Erzieher seien auf Teilzeitstellen ausgewichen, weil sie auf diese Weise von der Überhangliste herunterkamen: Weniger Gehalt sei ihnen lieber als weite Wege zur Arbeit. Einige Kräfte seien auch ins benachbarte Treptow-Köpenick gewechselt oder mit Prämien ganz ausgeschieden. Somit blieb Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) nichts anderes übrig, als doch noch den Verlängerungen von Fristverträglern- zunächst bis Ende März oder Ende Juli – zuzustimmen.

Wie berichtet, hatten im Dezember hunderte Eltern mit Protestbriefen und Demonstrationen vor dem drohenden Personalmangel gewarnt. Ganz entspannt ist die Situation aber auch jetzt nicht, denn es bleibt dabei, dass im Kita-Bereich rund 1000 Stellen wegfallen. Dies bedeutet, dass die Hortgruppen von rund 16 auf 21 Kinder vergrößert wurden. Außerdem müssen die Kitaleiter mehr Betreuungsaufgaben übernehmen.

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