Berlin : Klaus Wowereit: Mehr Besinnlichkeit, mehr Sachlichkeit

tis

Zum Thema Online Spezial:
Berlin-Wahl 2001
WahlStreet.de:
Die Wahlbörse bei Tagesspiegel Online
Foto-Tour:
Die Berliner Spitzenkandidaten
Die Ampel, die in den Büroräumen der Firma Valcast in einem gemütlichen Loft im schicken Prenzlauer Berg hängt, zeigt ordnungsgemäß rot. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) ist zu Besuch, und eine anders geschaltete Ampel könnte ja Anlass zu unerwünschten Spekulationen geben.

Wahlkampf sollte am Dienstagabend in den Räumen der Internet-Firma Valcast ja nur am Rande das Thema sein. Klaus Wowereit war gekommen, um den Berlinern über sein Web-Radio "Radio-Wowereit" Fragen zur aktuellen politischen Lage nach den Anschlägen in den USA zu beantworten. Via E-mail konnte die am heimischen Computer mitlesende Internetgemeinde dem "Regierenden" Fragen formulieren, die Moderator und Firmenchef Florian Kempff seinem Gast dann stellte. Und es trafen Fragen ein: "Wie wirkt sich die Katastrophe auf den Berliner Wahlkampf aus?", wollte ein Hörer von Wowereit wissen. "Mehr Besinnlichkeit, mehr Sachlichkeit" wünschte sich dieser, der Wahlkampf als demokratisches Element müsse aber fortgeführt werden. Die meisten Fragen hatten einen klaren Berlin-Bezug, etwa die Frage nach dem Zusammenleben in einer multikulturellen Stadt wie Berlin nach solch einem Anschlag. Wowereit sprach sich gegen pauschale Verurteilungen aus und rief dazu auf, bei Angriffen gegen Muslime "einzugreifen und Gesicht zu zeigen". Wowereit betonte auch, dass es gegen den globalen Terrorismus keine vollständige Sicherheit gebe. Bei der Jugend müsse angefangen werden, um den Nährboden des Terrors auszutrocknen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar