Berlin : KLOSTERSTRASSE: TODESFALLE FÜR RADFAHRER

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An der Ecke Klosterstraße in Spandau : Auf dieser Kreuzung wurde am 13. Oktober der 21. Radfahrer in diesem Jahr getötet – und zwar von einem rechts abbiegenden Lastwagen. Tage später erfasste eine junge Frau mit ihrem Auto eine Fußgängerin auf dieser Kreuzung. Unfallstatistiker Andreas Wagner von der Verkehrspolizei beurteilt die Entwicklung an dieser Kreuzung so: „Ein deutlich negativer Trend.“ Denn im Jahr 2002 waren an 98 Unfällen auf dieser Kreuzung nur drei Radfahrer beteiligt, in den ersten acht Monaten dieses Jahres dagegen schon sieben (bei insgesamt 65 Unfällen). Eine nachvollziehbare Erklärung für diesen Anstieg gibt es nicht, allenfalls allgemeine Gründe: Die Kreuzung ist für Autofahrer gebaut, vor der Ampel haben sie bis zu fünf Spuren. Radfahrer werden dort – wie früher häufig in Berlin – auf den Gehweg abgeschoben und geraten leicht aus dem Blickfeld der Autofahrer. „Radwege auf dem Gehweg bieten eine trügerische Sicherheit“, bestätigt seit wenigen Jahren sogar die Verkehrspolizei. Der Fahrradclub ADFC kämpft schon seit langem dafür, dass Radler als Verkehrsteilnehmer auf der Straße fahren dürfen.

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