Berlin : Korruption: Ex-Bauplaner verurteilt

Ein früherer Projektmanager der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ist im Prozess um Korruption zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht sprach den 59-Jährigen am Donnerstag der Vorteilsnahme und Bestechlichkeit schuldig. Er soll einem Bauunternehmer Aufträge im Volumen von insgesamt 770 000 Euro zugeschanzt haben. Als Dank seien ihm Handwerksleistungen in seinem Eigenheim nicht in Rechnung gestellt worden. Außerdem hatte er von einem Ingenieur für zwei Wildnisreisen nach Alaska zinslose Darlehen bekommen.

„Ich habe mich falsch verhalten“, hatte Gerhard H. zu Prozessbeginn erklärt. Er war bereits im Oktober 2007 nach mehr als 25 unbescholtenen Jahren im öffentlichen Dienst wegen der Vorwürfe fristlos entlassen worden. Die Richter berücksichtigten im Urteil den Verlust des Arbeitsplatzes. Zudem habe H. ein umfassendes Geständnis abgelegt und Aufklärungshilfe geleistet. Ab 2003 hatte der Senatsmitarbeiter Vorteile angenommen. Das Gericht bezifferte diese auf „insgesamt einige tausend Euro“. K.G.

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