Berlin : Krankenhausstandort Buch: Helios-Gruppe will 400 Millionen investieren

Die Helios Kliniken GmbH will 400 Millionen Mark in den Krankenhausstandort Berlin-Buch investieren. Bis Ende des Jahres 2005 wird ein viergeschossiger Neubau mit rund 1000 Betten, Therapieräumen und Ambulanzen entstehen, wie Helios-Geschäftsführer Ralf Michels am Dienstag ankündigte. Bei der Gestaltung der Zimmer werde sich das Unternehmen an Hotels orientieren. Die bestehenden medizinischen Leistungen sollen beibehalten werden. Das Helios-Klinikum Berlin werde zum Flaggschiff des Konzerns ausgebaut.

Das Abgeordnetenhaus hatte dem Trägerwechsel in der vergangenen Woche zugestimmt. Unter dem neuen Dach sind das Klinikum Buch als bisher städtisches Krankenhaus, die auf Krebserkrankungen spezialisierte Robert-Rössle-Klinik und die Franz-Volhard-Klinik zusammengefasst, die sich mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen beschäftigt. Als Begründung für die Übernahme des Krankenhausstandortes Buch, dessen Kaufpreis nicht genannt wurde, bezeichnete Michels unter anderem die dortige erstklassige Medizin, die auch international anerkannt sei. Darüber hinaus habe Buch alle Voraussetzungen für den Aufbau eines Gesundheitszentrums.

Michels schloss weitere Übernahmen seines Konzerns in Berlin nicht aus. Buch sei "der strategische Einstieg in Berlin" und sein Unternehmen sei "immer zu weiterem Wachstum bereit". Die Helios-Gruppe als privater Krankenhausbetreiber beschäftigt bundesweit 8500 Mitarbeiter und verfügt über 5000 Akutbetten in 19 Kliniken.

Gesundheitssenatorin Gabriele Schöttler (SPD) sieht mit dem Abschluss des Privatisierungsverfahrens die Zukunft des traditionsreichen Krankenhausstandortes als gesichert an. Zugleich sei dies ein wesentlicher Baustein der Strukturveränderung im Berliner Krankenhausbereich. Die Gesundheitssenatorin verwies darauf, dass mit dem Trägerwechsel ein verlässlicher und sozialverträglicher Personalübergang gesichert sei. Bis Ende Dezember 2005 solle es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Der Senat hatte zudem für den neuen Träger zur Bedingung gemacht, mit dem Universitätsklinikum Charité und dem Max-Delbrück-Centrum zu kooperieren.

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