Berlin : Krankenkassen ziehen nach Berlin Spitzenverbände bringen 650 Jobs in die Stadt

Ingo Bach

Der Rutschbahneffekt bringt weiter Jobs nach Berlin: Nachdem der Bundesverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) seinen Umzug von Bonn in die Bundeshauptstadt plant, hat vor wenigen Tagen auch der Verband der Ersatzkrankenkassen (VdAK) beschlossen, seinen Sitz von Siegburg bei Bonn nach Berlin zu verlegen. Ab dem 1. Januar 2009 sollen hier rund 250 Beschäftigte die Interessen von sieben Mitgliedskassen – darunter die Barmer, die Techniker- und die Angestelltenkrankenkasse – vertreten. „Wir müssen den politischen Entscheidern und den Spitzen unserer Vertragspartner, wie Krankenhausgesellschaft und Kassenärztliche Bundesvereinigung, nahe sein“, sagte VdAK-Sprecherin Michaela Gottfried dem Tagesspiegel. Zunächst müsse aber das Bundesgesundheitsministerium die Wirtschaftlichkeit des Umzugs prüfen. Trotzdem habe man bereits Angebote für Bürogebäude in Berlin erhalten, sagt Gottfried. Über den Standort sei aber noch nicht entschieden.

Der AOK-Bundesverband ist da weiter. Wie berichtet will der Verband mit rund 400 Mitarbeitern zum Jahreswechsel 2007/2008 in das leer stehende ehemalige Wertheimgebäude an der Rosenthaler Straße in Mitte ziehen. Die Mietverträge liegen unterschriftsreif vor, doch seit Monaten wartet der Verband auf grünes Licht vom Bundesgesundheitsministerium. Es sei nicht auszuschließen, dass sich durch die unerwartet lange Prüfung der Umzugstermin verzögere, sagt AOKSprecher Udo Barske.

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