Berlin : Kreuzberg: Auf ehemaligem Parkplatz entstehen Park und 17 Häuser

C. v. L.

Die Gegend um die Kochstraße wird dichter bebaut: Gestern wurde der Grundstein für das 320 Millionen Mark teure Neubaubauprojekt "Am Markgrafenpark" gelegt. Auf dem Gelände des ehemaligen Parkplatzes des Axel-Springer-Verlages entstehen in drei Abschnitten bis 2004 insgesamt 17 Wohn-, Büro- und Geschäftshäuser, die sich um den "Markgrafenpark" als öffentlicher Grünfläche gruppieren.

Zu dem Bauvorhaben gehören Tiefgaragen, ein "Stadtplatz" an der Lindenstraße, bepflanzte Innenhöfe mit Spielflächen, grüne Dächer und eine Kindertagesstätte an der ehemaligen Junkerstraße. Die Freifläche zwischen Markgrafen-, Koch- und Lindenstraße war eine der letzten großen Baulücken im ehemaligen Zeitungsviertel. Schon die Planer der Internationalen Bauausstellung 1987, die einen Schwerpunkt ihrer Arbeit im Aufbau der südlichen Friedrichstadt sahen, hatten ein Auge auf das Areal zu Füßen des Axel-Springer-Hochhauses geworfen. Doch der große Parkplatz konnte sich behaupten, bis eine realistische Bauplanung vorlag. Stadtentwicklungssenator Peter Strieder würdigte gestern das Projekt der Markgrafen GmbH und ihrer Geschäftsführer Hans K. Röder und Matthias Luecker als viel versprechend. Mit neuen Nutzungen könne nun das alte Zeitungsviertel wieder belebt werden. Der Markgrafenpark entspreche der für Berlin so typischen Mixtur aus Wohnen und Arbeiten.

Die Gebäude werden unterschiedliche Fassaden haben, und die Bauherren versprechen ein lebendiges Straßenbild. Der öffentliche Park und der Stadtplatz sollen zu attraktiven Anziehungspunkten werden. Von insgesamt rund 82 000 Quadratmetern Baufläche sind etwa 44 300 für Gewerbe und 37 700 für Wohnen vorgesehen. Die Entwürfe stammen von Hans D. Strauch aus Boston, Wörle-Siebig Strauch aus München, Eckert/Stadelmaier und project-s/Klatt aus Berlin und dem Landschaftsplaner-Büro Grün der Zeit aus Potsdam.

Nach Ansicht Strieders bildet das Quartier auch eine neue Brücke zwischen den Bezirken Mitte und Kreuzberg, zwischen dem Wohn- und Geschäftszentrum und dem "Szenekiez". Ein weiterer Impuls sei vom geplanten Anschluss der Lindenstraße - die noch immer als Sackgasse endet - an den alten und zukünftigen Spittelmarkt zu erwarten.

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