Berlin : Krupp baut am Schlossplatz

Das Hamburger Architekturbüro Schweger und Partner hat den Wettbewerb für den Bau der geplanten Hauptstadtrepräsentanz des Industriekonzerns Thyssen-Krupp am Schlossplatz in Mitte gewonnen. Dies teilte der Konzern am Dienstag mit. 258 Architekten hatten sich um die Planungsaufgabe zwischen Staatsratsgebäude und dem künftigen Humboldt-Forum beworben.

Der Jury unter dem Vorsitz von Ulrike Lauber gehörten Senatsbaudirektorin Regula Lüscher und der als Staatssekretär für die Bauverwaltung gehandelte frühere Baustadtrat Ephraim Gothe an. Außerdem Vorstände von Thyssen-Krupp und Architekten aus Wien, Zürich, München und Amsterdam. Drei gleichrangige zweite Preise verliehen sie den Baumeistern Chaix & Morel aus Paris, JSWD aus Köln, Grüntuch Ernst aus Berlin sowie Kaspar Kraemer aus Köln.

Weder Thyssen-Krupp noch Schweger wollten eine Illustration des Entwurfs vorlegen. Ob dieser noch überarbeitet werden muss, war nicht zu erfahren. Erst im Januar wollen Konzern und Architekt an die Öffentlichkeit gehen. Spekuliert wurde während des Wettbewerbs, dass ein Neubau aus Stahl und Glas ähnlich wie der Konzernsitz in Essen in scharfem Kontrast zum Schloss, zum Auswärtigen Amt und zum Staatsratsgebäude – allesamt mit Steinfassade – an dem prominenten Bauplatz errichtet werden könnte.

Schweger und Partner haben das futuristische BMW-Hochhaus in München errichtet und in Berlin Mitte hinter der Neuen Wache das Collegium Hungaricum, einen weiß verputzten Betonbau. In der steinernen Tradition des Berliner Bauens steht der Schweger-Neubau für das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend. ball

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