Berlin : Land Berlin hilft Flutopfern auf Sumatra

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Das Land Berlin will nach der Flutkatastrophe in der Provinz Aceh im Nordwesten Sumatras beim Wiederaufbau helfen. Für das Projekt „Hilfebrücke BerlinSüdasien“ in Indonesien unter Federführung des Deutschen Roten Kreuzes Berlin (DRK) werden 5,7 Millionen Euro gebraucht. „Die Stadt will langfristig helfen, auch dann, wenn Tsunami-Meldungen nicht mehr die Medien prägen“, sagte gestern der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) während eines Runden Tisches mit Senatoren, Vertretern von Wirtschaft und Bezirken, von Wohlfahrtsverbänden und Entwicklungshilfeorganisationen. Zum Treffen der Berliner Fluthilfe waren aus der Medienbranche der RBB sowie der Tagesspiegel geladen. Im Fluthilfebeirat sitzt unter anderem Landesbranddirektor Albrecht Broemme.

Berlin hatte, wie berichtet, die Partnerstadt Jakarta um die Nennung konkreter Hilfsprojekte gebeten. Wowereit: „Die Antwort lautete, wir mögen Geld aufs Konto überweisen.“ Man wolle jedoch die Verwendung der Spenden überprüfen und entschied sich daher für das DRK-Projekt gemeinsam mit einheimischen Rotkreuz-Partnerorganisationen und dem Roten Halbmond. Allein in der Region Teunom werden 4,5 Millionen Euro benötigt, um Schulen, Gesundheitsstationen und Häuser aufzubauen sowie Ausbildungsprojekte zu fördern, sagte DRK-Landesgeschäftsführer Friedrich Führ. IHK und Handwerkskammer helfen; auch Hertha BSC unterstützt die Aktion, sagte Hertha-Manager Dieter Hoeneß. Einige der über 40 Anwesenden wie etwa Indonesien-Experte Generalstaatsanwalt Dieter Neumann plädierten dafür, psychologische Hilfe zu finanzieren, behindertengerecht zu bauen und landeskundliche Senior-Experten einzubeziehen. kög

Spenden an das Deutsche Rote Kreuz, „Hilfebrücke Berlin-Südasien“, Ktnr. 112, Blz. 100 205 00, Bank für Sozialwirtschaft.

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