Berlin : Land des Lächelns

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VON TAG ZU TAG

Lothar Heinke über

die brandheiße Neugier im RitzCarlton

Vom Brand, letztens, keine Spur mehr. Weinbrand könnte man haben in einer kleinen Bar. Aber die Leute, die aus der Kälte vom Potsdamer Platz in die Wärme des Ritz-Carlton kommen, möchten vor allem eins: staunen. Wir geraten ins Land des Lächelns. Der Portier grüßt, als kenne er uns seit hundert Jahren, ein Service-Mensch lächelt uns seine Hilfe zu, und schon marschieren wir mit dem x-ten Neugier-Tross des Tages durchs Foyer mit seinen goldgelackten Säulen, vorbei an der Tee-Lounge, in der ein Pianist die Afternoon-Party umschmeichelt. Voll besetzt ist die Original-Brasserie von 1875, samt Spiegel und Steinfliesen aus Südburgund importiert – die gastronomische Antiquität ist schon ein Geheimtipp für Genießer, denn zwölf Tage nach der Premiere des Ritz gibt es keinen freien Platz im freundlichen Berliner Fronkraisch, und auch das Hotel soll, lächeln sie stolz an der Rezeption, hundertprozentig ausgebucht sein. Eine Hostess führt uns schließlich über die edel marmorierte Doppeltreppe in den mit Seidentapeten bespannten Ballsaal. Und zum Schluss, in der Halle, verabschiedet der Generaldirektor Walter Junger höchstselbst die neugierigen Berliner – und lächelt, natürlich.

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