Charlottenburg : "Israel will Frieden" - Berliner sprechen ihre Solidarität aus

Zu einer Solidaritätskundgebung für Israel haben sich am Sonntagnachmittag auf dem Breitscheidplatz tausende Menschen versammelt. An der Veranstaltung nehmen Vertreter aller Parteien des Berliner Abgeordnetenhauses teil.

Charlottenburg
"Israel will Frieden": So lautete das Motto der Solidaritätskundgebung auf dem Breitscheidplatz. Tausende Berliner und viele...Foto: dpa

Mit einer Schweigeminute an der Berliner Gedächtniskirche begann die Solidaritätskundgebung für Israel im aktuellen Nahost-Konflikt. Nach Polizeiangaben versammelten sich tausende Menschen, um vor dem Hintergrund der israelischen Militäraktion im Gazastreifen ihre Solidarität mit Israel auszudrücken.

Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind, fragte, wo all jene, die jetzt gegen Krieg demonstrierten, in den vergangenen acht Jahren gewesen seien, als Israel täglich aus dem Gazastreifen beschossen wurde. "Wir bedauern ausdrücklich alle Opfer des jetzigen Konfliktes", betonte Süsskind. Sie hoffe, dass sich die in Berlin lebenden muslimischen Nachbarn nicht gegen Juden aufbringen lassen. "Unser Mitleid gilt allen Zivilisten, die im Gazastreifen unter der militärischen Operation leiden", sagte der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses Walter Momper (SPD). Das Mitleid gelte aber auch den Menschen, die im Süden Israels unter dem Beschuss der Hamas leiden.

Auf Transparenten mit Aufschriften wie "Israel will Frieden" und "Iran finanziert Hamas" bekundeten sie ihre Solidarität mit Israel. Unter den Teilnehmern waren neben Momper auch Grünen-Fraktionschefin Franziska Eichstädt-Bohlig, Linke-Landeschef Klaus Lederer, FDP-Landesvorsitzender Markus Löning und CDU-Fraktionschef Frank Henkel.

Veranstalter der Kundgebung waren die Jüdische Gemeinde sowie Avi Efroni und Sharon Adler. Am Samstag demonstrierten in Mitte nach Polizeiangaben rund 8500 Menschen gegen das militärische Vorgehen Israels im Gazastreifen. Zu dem Protestmarsch rief die Palästinensische Gemeinde in Berlin auf. Die israelische Armee attackiert seit Ende Dezember mit einer militärischen Großoffensive die radikal-islamische Hamas. Bei der Invasion des Gazastreifens und der Bombardierung aus der Luft hat es auch viele Opfer unter der palästinensischen Zivilbevölkerung gegeben. (ml/ddp)

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