Hinter den Kulissen : Stühlerücken im Parlament

Nach der Bundestagswahl findet nicht nur im Bundestag Stühlerücken statt. Auch im Abgeordnetenhaus werden bis auf die SPD in allen Fraktionen neue Gesichter zu sehen sein – Nachrücker für die Politiker, die in den Bundestag ziehen.

Sabine Beikler/Lars von Törne

Für den Linken-Politiker Gernot Klemm war der Wahlkampf gleich doppelt erfolgreich. Als Kampagnenmanager für den Pankower Direktkandidaten Stefan Liebich organisierte Klemm einen Wahlkampf, der der Linken in Pankow so viele Stimmen brachte, dass Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) den Wahlkreis an Liebich verlor. Klemm kann sich deshalb über einen neuen Job freuen: Der 44-Jährige rückt für den in den Bundestag gewechselten Liebich als Mitglied des Abgeordnetenhauses nach. Das kennt Klemm bereits gut aus eigener Erfahrung: Er war dort bereits von 1995 bis 2006 Mitglied.

Bei den Grünen wird Astrid Schneider neu in die Fraktion kommen. Die 43-jährige Architektin rückt für die grüne Wirtschaftsexpertin Lisa Paus nach, die auf Listenplatz drei in den Bundestag einzieht. Schneider ist Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Energie und arbeitet in der Landesfacharbeitsgemeinschaft mit. Sie ist im Kreisverband Charlottenburg-Wilmersdorf organisiert.

Auch in der CDU-Fraktion wird es einen personellen Wechsel geben. Der frühere Berliner CDU-Spitzenkandidat Frank Steffel, zuletzt Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, hat sein Direktmandat in Reinickendorf gewonnen und zieht in den Bundestag. Für ihn kommt Michael Wegner in das Landesparlament. Der 51-jährige Unternehmer und frühere Reinickendorfer Baustadtrat wird durch die Parlamentsarbeit seine Ehefrau häufig sehen: Emine Demirbüken-Wegner ist familienpolitische Sprecherin der Fraktion.

In der FDP-Fraktion wird die Frauenquote angehoben. Neben Mieke Senftleben wird Sylvia Maria von Stieglitz die zweite Frau in der 13-köpfigen Fraktion sein. Die 54-jährige Ökonomin rückt für Martin Lindner ins Abgeordnetenhaus: Der FDP-Spitzenkandidat bei dieser Wahl zieht in den Bundestag ein.

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