Öffentlicher Dienst : Tausende demonstrieren vor dem Roten Rathaus

Schon wieder ein Streiktag im öffentlichen Dienst: Kitas bleiben geschlossen, in Bürgerämtern gibt es nur eine Notversorgung. Bei einer Demo vor dem Roten Rathaus versammelten sich heute rund 7000 Landesbeschäftigte.

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Streikende vor dem Roten Rathaus. -Foto: ddp

BerlinMit einem zentralen Streiktag haben die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes ihre Forderungen nach Gehaltserhöhungen bekräftigt. Zu einer Kundgebung vor dem Roten Rathaus versammelten sich am Vormittag rund 7000 Landesbeschäftigte. Das teilte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi mit. Vom ganztägigen Ausstand betroffen waren alle Bereiche im öffentlichen Dienst, unter anderem die Bezirksämter, die Kindertagesstätten und die Senatsverwaltungen.

Etwa ein Drittel der Kitas sei geschlossen geblieben, in anderen seien Notdienste eingerichtet worden, sagte der Sprecher. Auch in den Bürgerämtern hat es erhebliche Einschränkungen gegeben. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GDP) beteiligten sich zudem rund 1200 GdP-Mitglieder an den Arbeitsniederlegungen.

Am Nachmittag wollen Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und Vertreter der Gewerkschaften die Tarifverhandlungen fortsetzen. Der Senat bietet bislang eine Einmalzahlung von 300 Euro für 2008 und die Zahlung eines sogenannten Sockelbetrags von 50 Euro ab 2009 an. Nach Angaben des Verdi-Sprechers ist das Angebot bei den Gewerkschaften "stark umstritten". Von einem Kompromiss seien die Tarifpartner noch "meilenweit entfernt".

Ursprünglich hatten die Gewerkschaften Verdi, GdP, GEW und IG BAU in dem Tarifstreit drei Einmalzahlungen und eine Gehaltserhöhung von 2,9 Prozent verlangt. (svo/ddp)

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