Schule : Innenminister Schäuble gegen verbindlichen Ethikunterricht in Berlin

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich im Streit um den Religionsunterricht an Berlins Schulen zu Wort gemeldet. "In den staatlichen Schulen muss Religion als Bekenntnisunterricht angeboten werden", so Schäuble.

Berlin Angesichts der jüngsten Diskussion um den Ethikunterricht in Berlin sagte Schäuble dem Tagesspiegel natürlich könne es Ethikunterricht geben. "Aber das Grundgesetz gewährt in Artikel 7 das Recht auf Bekenntnisunterricht."

Auch in der Islamkonferenz gebe es Vertreter, die keinen Bekenntnisunterricht wollen, sondern Islamkunde. Das könnten die Länder aber längst selbst machen. "Für den Bekenntnisunterricht aber brauchen wir die Glaubensgemeinschaften. Das sollte in Berlin nicht unterlaufen werden. Da bin ich ganz entschieden und überzeugt. In den staatlichen Schulen muss Religion als Bekenntnisunterricht angeboten werden. Der freiheitliche Verfassungsstaat lebt, wie Verfassungsrichter Böckenförde richtig gesagt hat, von Voraussetzung, die er selbst nicht schaffen kann. Jürgen Habermas hat es übrigens ähnlich ausgedrückt; es sollte somit auch für die Linken verständlich sein." (Tsp)

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