Verbraucher : Gesundheitssenatorin wegen Ekelfleisch in Bedrängnis

Die Grünen werfen Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher eine Mitverantwortung für den jüngsten Ekelfleischskandal vor. Sie soll schwere Versäumnisse bei der Lebensmittelkontrolle bis heute nicht behoben haben.

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Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke) -Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Berlin Dass derartige Lieferungen immer weitergingen, sei für die Senatorin "mehr als peinlich", sagte Verbraucherexperte Michael Schäfer. Sie habe die "gravierenden Mängel" bei der Lebensmittelkontrolle bis heute nicht behoben. Hintergrund ist der Verkauf und Verzehr von bis zu 180 Tonnen Ekelfleisch, das in einem bayerischen Betrieb umetikettiert und dann an ein Berliner Döner-Unternehmen geliefert worden war.

Der bayerische CSU-Fraktionschef Joachim Herrmann hatte Berlin in diesem Zusammenhang unzureichende Kontrollen vorgeworfen. Berlins Verbraucherschutz-Staatssekretär Benjamin-Immanuel Hoff wies die Kritik nachdrücklich zurück. Dagegen betonte Schäfer: "Die Bayern haben Recht." Ohne die Funde in Bayern würden die Berliner weiter massenweise Ekelfleisch serviert bekommen.

Zugleich kritisierte er, dass der Berliner Fleischhändler noch immer als Geschädigter behandelt werde, statt ihn für den Weiterverkauf der minderwertigen Ware zur Rechenschaft zu ziehen. (mit ddp)

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