Landwehrkanal : Reeder verlangen freie Fahrt

Im Streit um die Bäume am Landwehrkanal melden sich jetzt die Reeder zu Wort. Denn die seit Freitag andauernde Kanalsperrung gefährdet ihre Arbeitsplätze.

C. v. L.

Jetzt machen die Reeder Druck: Die Behörden sollten sich jetzt "dringend“ einigen, um den Landwehrkanal so schnell wie möglich für den Schiffsverkehr zu öffnen, hat gestern die Reederei Riedel gefordert. Seit der Sperrung am Freitag sei noch immer unklar, wie es weitergehe. Die Reederei gehe davon aus, dass die Sperrung des Kanals binnen der laufenden Woche nicht aufgehoben werden könne. Die 135 Mitarbeiter sowie auch viele Mitarbeiter anderer ansässiger Reedereien und Familien bangten nun noch mehr um ihre Arbeitsplätze.

Vertreter der Baumschutzinitiative, die gegen geplante Fällungen wegen Ufersicherungsarbeiten protestieren, erwarteten gestern ein Gespräch mit dem Bundesverkehrsministerium. Es steht dem Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) vor. Das WSA selbst, das sich am Montag in Stillschweigen hüllte, wollte gestern eine Stellungnahme abgeben.

Ursprünglich war die Fällung von rund 200 Bäumen geplant, drei wurden bisher beseitigt. Seit dem Wochenende haben Baumschützer, unterstützt vom Bund für Umwelt und Naturschutz, eine ständige Baumpatrouille im Einsatz.

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