Leichtathletik-WM : Es geht um Gold am Brandenburger Tor

Die Leichtathletik-WM kommt im Sommer nach Berlin – Tickets gibt es ab heute für 20 Euro. Nicht alle Wettkämpfe finden im Olympiastadion statt.

André Görke

Die Macher der Leichathletik-WM haben sich für den Sommer 2009 ein paar nette Ideen ausgedacht: Stabhochspringen am Brandenburger Tor! Gut, gegen die Quadriga wird schon niemand knallen, die befindet sich in 26 Metern Höhe. Aber spektakulär wird es schon aussehen, wenn die Sportler aus sechs Metern Höhe in die Matte plumpsen. Eher bizarr wird die Disziplin „Gehen“: Die Sportler müssen vom Alten Fritz bis zur Siegessäule hetzen, hin und her – bis es 50 Kilometer sind.

Exakt 500 Tage sind es noch, bis am 15. August in Berlin eines der größten Sportereignisse der Welt beginnt. Deshalb werden der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und WM-Präsident Clemens Prokop heute offiziell den Startschuss erteilen für den Ticketverkauf ab 10 Uhr. Damit sind die Karten für die Wettkämpfe im Olympiastadion erhältlich. Das günstigste Tagesticket kostet 20 Euro; die Dauerkarte ist ab 350 Euro zu haben. Die WM dauert neun Tage und findet im Olympiastadion statt. Die 2500 Sportler und Funktionäre wohnen im Hotel Estrel in Neukölln.

Dass nicht alle der 47 Wettkämpfe in der Arena ausgetragen werden, ist ein Novum. So werden nicht nur die Geher auf der Straße des 17. Juni hin- und herlaufen, auch die Marathonläufer jagen durch den Bezirk Mitte. Vom Brandenburger Tor geht es wohl in Richtung Lützowplatz und von dort wieder zurück zum Pariser Platz via Siegessäule – vier Mal rennen die Spitzenathleten diese Strecke, bis die Marathon-Distanz von 42,195 Kilometer erreicht ist. Für die Wettkämpfe in der Stadt müssen keine Karten gekauft werden.

Im Olympiastadion geht es jeden Tag morgens um 10 Uhr los, der Wettkampftag endet spätestens zwölf Stunden später. Neben Show-Wettkämpfen wie dem Stabhochspringen am Brandenburger Tor sind auch Mitmach-Aktionen geplant: So soll jeder einmal die Marathon-Teilstrecke rennen dürfen. Und auch ein „Public Doing“ – angelehnt ans „Public Viewing“ der Fußball-WM 2006 – in der Innenstadt ist angedacht, bei der jedermann kugelstoßen oder weitspringen darf, wie zu Schulzeiten. Der Senat beteiligt sich mit bis zu 20 Millionen Euro an der WM. André Görke

Tickets, Zeitplan und Wettbewerbe im Netz: www.berlin2009.org.

Die Ticket-Telefonnummer lautet: 01805 – 1 2009 1

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