Berlin : Leipziger Platz nimmt Form an

C. v. L.

Der Leipziger Platz gewinnt bald wieder ein Stück Fassung: Mit der "Residenz am Leipziger Platz 8" wurde gestern für die achteckige Platzanlage ein weiterer Grundstein gelegt. Das Bauprojekt ist eines von zwölf Gebäuden, die derzeit am Platz geplant und errichtet werden oder bereits fertig gestellt sind. Die "Residenz" wird vom Unternehmen KapHag nach Plänen des Architekturbüros Hilmer & Sattler & Albrecht errichtet. Sie entsteht im südlichen Bereich des Platzes, wo sich vor dem Krieg das Preußische Landwirtschaftsministerium befand.

Der Neubau soll von Ende 2002 an hochwertige Einzelhandelsgeschäfte, anspruchsvolle Büroflächen (zweiter bis sechster Stock) für das Versorgungswerk der Rechtsanwälte im Lande Hessen und in den vier darüber liegenden Geschossen großzügige Luxuswohnungen bieten. Nach Ansicht von KapHag-Vorstandsmitglied Gernot Moegelin greift der Entwurf mit vertikal gegliederter heller Natursteinfassade die Formensprache des berühmten einstigen Wertheim-Kaufhauses am Leipziger Platz auf. Stadtentwicklungssenator Peter Strieder lobte am Donnerstag den Entwurf. Er füge dem eleganten Erscheinungsbild des entstehenden Oktogons einen wichtigen Baustein hinzu.

Fast zeitgleich begann an der Lennéstraße der Bau zweier zehnstöckiger Bürohäuser für die Bayerische Versorgungskammer. Bauherren sind unter anderem die Firmen Viterra und Feri, Architekten die Büros Collignon Fischötter sowie Schweger und Partner. Bereits Richtfest wird am Dienstag für das benachbarte 18-stöckige Delbrück-Haus gefeiert. Entworfen vom Architekten Hans Kollhoff, wird es mit den Hochhäusern von Sony, Daimler-Chrysler und dem entstehenden Ritz-Carlton des geplanten Beisheim-Centers den Potsdamer Platz prägen.

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