Leserdebatte : Fahrradfahrer: Asphalt-Terroristen oder Klimaschützer?

Draußensein. Fortbewegung. Mehr und mehr Menschen verbinden beides, wenn es wärmer wird. Sie setzen sich aufs Fahrrad. Autofahrer fühlen sich genervt, Fußgänger terrorisiert, Fahrradfahrer werden von allen Seiten beschimpft. Zu Recht? Diskutieren Sie mit!

Jörg Zeipelt
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Reichpietschufer: In Berlin sind bei sonnigem Wetter überall Fahrradfahrer unterwegs. -Foto: Jörg Zeipelt

BerlinSie drängeln sich zwischen Autoschlangen durch, fahren über rote Ampeln und kreuzen im Zick-Zack durch Fußgängerzonen. Fahrradfahrer machen sich viele Feinde. Sie blockieren Autos und BVG-Bussen die rechte Fahrspur und vermiesen Fußgängern das sorglose Flanieren auf dem Trottoir.

Unser Autor Helmut Schümann gab gestern der Jahreszeit die Schuld. Der Frühling, oder besser gesagt der Beginn des Fahrradterrors, gehe wieder los. Mehr und mehr Berliner holen ihre Räder aus dem Keller und verzichten zu Gunsten des Durch-Den-Verkehr-Schlängelns auf Auto, Bus oder Bahn. In Geschwindigkeit und Größe irgendwo zwischen Auto und Fußgänger angesiedelt, muss es mit beiden Gruppen zu Konflikten kommen.

Aber wie schuldig sind hierbei Autofahrer und Fußgänger selbst? Viele Autofahrer kennen den Schulterblick an Einmündungen nur aus der Fahrschule und für Fußgänger sind viele Radwege einfach nur rotgestrichene Bürgersteige. Profitieren sie nicht außerdem von der Radfahrerflut? Autofahrer finden vielleicht endlich wieder einen Parkplatz bei der Arbeit, weil ihre Kollegen auf zweirädrige Fortbewegung umgestiegen sind. Fußgänger müssen nicht mehr ganz so viele Abgase und Lärm über sich ergehen lassen, da das umweltfreundliche Fortbewegen beides verringert.

Was denken Sie? Was haben Sie in den letzten Tagen als Autofahrer oder Fußgänger erlebt, was als Radler? Benehmen sich die Radfahrer wirklich so schlecht? Wäre es besser, es gebe nur noch Fußgänger und Autofahrer? Wie schätzen Sie den Verkehr in dieser Stadt ein? Haben Sie vielleicht Lösungen parat? Über die Kommentarfunktion können sie mitdiskutieren.

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