• Liegenschaftsfonds soll Poloplatz-Streit entscheiden Bürgerinitiative bemüht sich um den Kauf des Geländes

Berlin : Liegenschaftsfonds soll Poloplatz-Streit entscheiden Bürgerinitiative bemüht sich um den Kauf des Geländes

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Die Mitglieder der Bürgerinitiative für den Poloplatz in Frohnau wollen den Platz jetzt kaufen, um das Gartendenkmal wieder voll der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Damit reagieren die Anwohner auf die Pläne des Senats, das zum Liegenschaftsfonds des Landes Berlin gehörende Gelände an den Erbpächter der dortigen Reitschule zu veräußern. Mit ihm und dem Bezirksamt befinden sich die Anlieger seit der Sperrung des klassischen Rundweges im Clinch.

Wie berichtet, war es zum Streit gekommen, nachdem ReitschulBesitzer Uwe Schriever im Sommer den Rundweg hinter die Stallungen verlegt hatte. Damit sollten gefährliche Begegnungen zwischen Spaziergängern und Reitern verhindert werden. Nach heftigen Bürgerprotesten wurde von Baustadtrat Michael Wegner (CDU) eine Alternative vorgestellt. Jetzt verläuft der Fußweg eingezäunt und um einige Meter versetzt wieder vor den Gebäuden. Doch auch gegen diese Beschränkungen protestieren die Anwohner.

Nachdem die Mitglieder der Bürgerinitiative jetzt erfuhren, dass der Senat den Poloplatz an Schriever verkaufen will, beschlossen sie, sich selbst um den Erwerb zu bemühen. Noch in dieser Woche soll der zu diesem Zweck gegründete Verein eingetragen werden, sagte Vorstandsmitglied Peter Zierbock. Ziel sei es, das Gartendenkmal Poloplatz den Bürgern wieder voll zur Verfügung zu stellen.

Von dem Kauf wäre der über 70 Jahre laufende Erbpachtvertrag für das Reitschulgelände und die Landhaus-Gaststätte nicht tangiert. Der Kauf soll aus den Erbpachtzinsen und Spenden der Mitglieder finanziert werden. du-

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