• Love Parade: "Wir wollen das Hausrecht auf der Strecke" - Was die Veranstalter des Karnevals der Kulturen vom Zwist um die Love Parade halten

Berlin : Love Parade: "Wir wollen das Hausrecht auf der Strecke" - Was die Veranstalter des Karnevals der Kulturen vom Zwist um die Love Parade halten

Ist die Love Parade[die diesmal unter dem Motto "]

Der Streit zwischen der Planetcom und dem Senat um die Love Parade war am Nachmittag immer noch nicht geklärt. Was sagen die Macher des Karnevals der Kulturen, des zweiten Berliner Straßenumzugs mit einem Millionenpublikum, dazu? Wir sprachen mit Veranstalterin Brigitte Walz.

Ist die Love Parade, die diesmal unter dem Motto "Join the Love Republic" stattfindet, politischer als der Karneval der Kulturen?

Natürlich hat der Karneval der Kulturen eine politische Botschaft, nämlich Respekt und Toleranz. Es geht um die Vielfalt der Kulturen dieser Stadt. Wir demonstrieren gegen Fremdenfeindlichkeit.

Trotzdem haben Sie den Karneval nicht als Demo angemeldet. Warum?

Wir wollten von vornherein Veranstalter sein und das Hausrecht auf der Strecke haben. So können wir nicht in die Situation kommen, konkurrierende Demonstrationen gegeneinander ausspielen zu müssen, wie nun die Love-Parade-Veranstalter. Sie müssen nun abwarten, wie die Richter die Love Parade bewerten. Einer solchen Situation wollten wir uns nie aussetzen. Davon abgesehen ist der Karneval der Kulturen eine Kulturveranstaltung, ein Fest. Das Versammlungsrecht sollte nicht ausgereizt werden, um es in eine Demo umzumünzen.

Der Senat will die Love Parade finanziell unterstützen, wenn sie als reguläre Veranstaltung und nicht als Demo läuft. Die Planetcom hat im Gegenzug Klage gegen das Demoverbot eingereicht.

Daran ist zu sehen, wie wenig Planungssicherheit man hat, wenn man sich auf die Anmeldung als Demonstration verlässt. Was sich Planetcom dabei denkt, ist uns rätselhaft. Vielleicht fragen Sie besser die Verantwortlichen im Senat, wie sie sich nun verhalten wollen.

Ärgert es Sie, dass der Senat Ihnen kein ähnliches Angebot gemacht hat?

Nein, aber wir glauben, dass es an der Zeit ist, sich mit dem Senat an einen Tisch zu setzen und Lösungen für die großen Paraden der Stadt zu finden. Sie müssen allerdings unterschiedlich ausfallen, weil verschiedene Konzepte dahinter stecken. Wir erheben zum Beispiel keine Teilnahmegebühr bei den Gruppen, im Gegenteil wir beabsichtigen, sie irgendwann einmal finanziell unterstützen zu können.

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