Berlin : „Man wird ja selten genug gefragt“ Wie und warum Berliner Bürger abgestimmt haben

„Ich mache mir Sorgen um das Ergebnis des Entscheids, weil es um eine große Summe Geld geht, die aufgewendet werden muss. Ob das alles erfolgreich refinanziert werden wird? Aber was der Senat mit dem Stadtwerk gemacht hat, überzeugt mich nicht. Deshalb habe ich auch mit ,Ja‘ abgestimmt, selbst wenn ich etwas gebraucht habe, alles zu durchblicken.“

David Steinbart, 21, Kreuzberg

„Was ich gewählt habe, sage ich nicht. Aber diese Abstimmung zum Volksentscheid war mir wichtig. Ich habe mich sehr gründlich darauf vorbereitet, immer Zeitung gelesen. Dadurch war ich mit der Problematik vertraut. Etwas schade finde ich es, wenn ich sehe, wie wenige Wähler unterwegs sind. Zur Bundestagswahl war hier mehr los.“

Ursula Barzen, 51, Lichterfelde

„Es ist ein großes Projekt für Berlin, wenn die Stromversorgung wieder in öffentliche Hand geht. Ich finde den Enthusiasmus gut, mit dem dieser Volksentscheid betrieben wird. Deswegen ist auch eine große Beteiligung bei dieser Abstimmung wichtig. Es ist ja selten genug, dass man in der Demokratie gefragt wird, da fühle ich mich dann auch moralisch verpflichtet, abzustimmen.“

Sarah Niehus, 32, Kreuzberg

„Ich habe mit ,Ja‘ gestimmt, weil ich das Gefühl habe, dass wir mit der Privatisierung die Energieversorgung und ihre Preise dem Markt überlassen. Das finde ich nicht so gut. Aber grundsätzlich finde ich es wichtig, an einer Wahl teilzunehmen, wenn man wie bei diesem Entscheid nach seiner Stimme gefragt wird.“

Markus Breitsameter, 41, Schönberg

Umfrage: Karoline Kuhla

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