Berlin : Mark vs Euro: PRO von Sigrid Kneist

Zum Thema Ted: Ist es peinlich noch mit D-Mark zu bezahlen? Wenn man jetzt noch in manchen Geldbeuteln jede Menge alter Geldscheine sieht, dann fragt man sich schon, ob diese Leute nie etwas von dem Termin der Euro-Einführung gehört haben. Ob sie sich nie Gedanken gemacht haben, wie sie mit der neuen Währung umgehen sollen. In diesen Tagen einer Verkäuferin einen Hundert-Mark-Schein unter die Nase zu halten, wenn nur eine Zeitung gekauft wird, und dann das Wechselgeld in Euro zu verlangen, ist nicht nur peinlich. Das ist sogar eine Unverschämtheit. Wahrscheinlich liegt dann auch noch das Euro-Starter-Kit zu Hause in der Schublade - als Sammlerstück, weil es so interessant aussieht. Hinter so einem Verhalten steckt System, das der eigenen Bequemlichkeit. Weil man zu faul war, sich die nun gültige Währung zu beschaffen oder das jetzt alte Geld rechtzeitig loszuwerden, sollen andere, in diesem Fall die Händler eben, dafür sorgen, dass endlich Euro ins Portemonnaie kommen.

Natürlich konnte nicht vom ersten Tag an der gesamte Zahlungsverkehr komplett auf die neue Währung umgestellt werden. Restbestände an Mark hatten wohl die meisten noch in ihren Taschen, die wollten schließlich auch ausgegeben werden. Aber nach einer knappen Woche sollte damit wirklich Schluss sein. Wer jetzt noch über Markbestände verfügt, tut gut daran, nicht mehr die Verkäuferinnen und Kassiererinnen in den Geschäften zu nerven, deren Job ist auch so anstrengend genug. Die Markbesitzer können ruhig zur Bank gehen. Dort werden die Schlangen auch nicht mehr ganz so lang sein wie in der vergangenen Woche. Die an den Kassen in den Supermärkten könnten dann wieder kürzer werden.

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