Berlin : Medienprojekt "Klasse!": Frauen als Zeitvertreib

Sahra Hunt[Literaturkurs Deutsch 9.2],Sandra Rau[Literaturkurs Deutsch 9.2]

War das Erwachsenwerden früher anders als heute? Um diese Frage beantworten zu können, haben wir eine Umfrage gemacht. Dabei haben wir drei Altersgruppen unterschieden: die "junge Generation" (bis 25 Jahre) die "mittlere Generation" (25-50-Jährige) und die "Älteren" (ab 50 Jahren). Die Jugendträume der meisten aller Generationen waren ein gewisser Reichtum, Statussymbole und eine eigene Familie. Auf die Frage, was sie, wenn sie die Gelegenheit hätten, ändern würden, gaben die Erwachsenen oft eine bessere Schul- oder Berufsausbildung an. Die "mittlere Generation" meinte häufig, sie hätten alte Freundschaften intensiver pflegen sollen. Die Beziehung zu den Eltern war früher wie heute zumeist recht gut. Der Auszug aus dem Elternhaus liegt meistens zwischen 17 und 25 Jahren. Die "Älteren" sind eigentlich alle ab etwa 21 Jahren ausgezogen, was zeigt, dass heute junge Menschen früher die Selbstständigkeit anstreben. Die Erwachsenen über 50 haben kein Taschengeld bekommen, die Erwachsenen bis 50 haben wenig Geld, meistens nach Bedarf, erhalten. Die Jugendlichen heute bekommen zwischen 50 und 150 DM im Monat, wobei jedoch zu bedenken ist, dass davon teilweise Kleidung und ähnliches zu bezahlen sind. Die Freizeit verbringen viele mit Sport, Freunden - und vor allem in der jüngeren Generation auch mit Musik. Männer "mittleren Alters" haben teilweise Frauen und die "Älteren" oft kreative Beschäftigungen als Zeitvertreib angegeben.

Die Jugendlichen und Erwachsenen haben die für jederman verständlichen Grundängste vorm Altern: die Angst vor Krankheiten und vor dem Tod. Die "Alten" haben der Umfrage nach keine Angst vorm Altern mehr, da sie bereits alt sind. Die Angst vor Krankheiten und vor dem Tod bleiben jedoch bestehen. Wenn man überhaupt von Veränderungen beim Erwachsenwerden sprechen will, so ist auffällig, dass die junge Generation mehr Wert auf Selbstständigkeit legt und selbstbewusster geworden ist. Sie stellen klare Forderungen und ordnen sich weniger unter. Junge Frauen stehen jungen Männern in nichts nach. Überrascht hat, dass die großen technologischen Fortschritte im 20. Jahrhundert keine wesentlichen Veränderungen der Wünsche und Träume zur Folge hatten.

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