Berlin : Meistens von langer Hand geplant

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Sexuelle Übergriffe auf Jungen sind in der Regel von langer Hand geplant und verlaufen meist nach folgendem Schema:

Eindringen in den Freizeitbereich : in Einkaufszentren an Spielkonsolen, in Freizeitparks, an Scaterbahnen, vor Schulen oder in Schwimmbädern.

Kontaktaufnahme : etwa einen Ball zuspielen, einen besseren Status beim Computerspiel erreichen, Interesse an der Scater-Ausrüstung zeigen.

Belohnung : in Form von Anerkennung oder Geschenken, manchen Kindern reicht schon das Lob der Ersatzvaterfigur.

Isolation : Freunde werden schlechtgemacht. Beliebt sind Behauptungen wie „Weißt du, dass dein Kumpel überall erzählt, dass du schwul bist?“

Geheimhaltung : Bevor es zu Übergriffen kommt, wird die Verschwiegenheit des Jungen getestet, mit Geschichten oder Handlungen wie Rauchen, Trinken, Pornos gucken, die nicht weitererzählt werden sollen. Drohungen werden eingesetzt: „Du schwänzt die Schule, was sagt denn deine Mutter dazu?“ oder: „Wenn das rauskommt, komme ich in den Knast.“ Übergriffe : Sie reichen von exhibitionistischen Handlungen des Täters oder Handlungen an sich selbst bis zu Petting mit den Minderjährigen. Penetration ist im pädophilen Milieu nicht immer das Ziel. Oft entsteht eine längere Beziehung zwischen dem Jungen und dem Täter. Manche Täter unterhalten dafür Wohnungen, die wie Spielparadiese ausgestattet sind, um diese Art von „Beziehungen“ auszuleben.

Info-Comics für Jungs und Hilfe für Eltern und Betreuer unter www.jungen-netz.de

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