Berlin : Messe Berlin: Neue Hotels als Nachbarn

Cay Dobberke

Für ein Hotelhochhaus neben dem Messe-Haupteingang am Hammarskjöldplatz und Neubauten auf dem Parkplatz gegenüber dem ICC hat eine Jury jetzt Entwürfe zweier Berliner Architektenbüros ausgewählt. Dies teilte gestern Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) mit. Den Baubeginn hält er im Herbst 2002 für möglich. Der Liegenschaftsfonds soll zunächst Käufer für die Grundstücke auswählen. Den Erlös bekommt die Messe Berlin, die damit einen neuen Südeingang zu ihrem Gelände finanzieren will.

Insgesamt sind zwei Hotels in der Kategorie vier bis fünf Sterne vorgesehen. Das eine - am nordwestlichen Rand des Hammarskjöldplatzes - soll 430 Zimmer in einem 89-Meter-Gebäude bieten. Die Pläne stammen vom Büro Eckert, Negwer, Suselbeek. Östlich des Messe-Eingangs, am Durchgang zum Funkturm, sieht das Konzept einen eingeschossigen Pavillon vor. Alle oberirdischen Parkplätze sollen verschwinden. Dafür ist eine Tiefgarage mit 2100 Stellplätzen geplant. Die Jury lobte die entstehende "erhabene Fläche" am Messe-Eingang, der auf einem Plateau liegt.

Auf den Parkplätzen zwischen dem Messedamm und dem ICC an der Neuen Kantstraße sind drei Bauten in gestaffelter Höhe geplant. Das höchste ist für ein 630-Zimmer-Hotel gedacht und misst bis zu 49 Meter. Unter anderem ist auch eine Nutzung der Gebäude als Unterhaltungs-Zentrum ("Urban Entertainment Center") im Gespräch. Der Siegerentwurf stammt vom Büro Behles & Jochimsen.

Strieder wies Bedenken zurück, es drohe eine Behinderung der Sicht auf den (inklusive Antenne) 150 Meter hohen Funkturm sowie eine "Verschattung" des SFB-Fernsehzentrums und des Hauses des Rundfunks an der Masurenallee. "Der Funkturm bleibt von allen Seiten aus zu sehen." Außerdem habe man für den Hammarskjöldplatz bereits die niedrigste Hochhaus-Variante gewählt. Andere Architekten planten bis zu 123 Meter hoch.

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