• MIETEN UND MILIEU: DER GRAEFEKIEZ IN ZAHLEN: MIETEN UND MILIEU: DER GRAEFEKIEZ IN ZAHLEN

MIETEN UND MILIEU: DER GRAEFEKIEZ IN ZAHLEN : MIETEN UND MILIEU: DER GRAEFEKIEZ IN ZAHLEN

Der Graefekiez ist beliebt – bei Mietern, Käufern, Baugruppen, Investoren und Touristen. Das Leben im Viertel ist komfortabel, entspannt und möglichst lärmarm. Die Wohnungspreise steigen entsprechend schnell – eine Entwicklung, auf die der Kiez
Der Graefekiez ist beliebt – bei Mietern, Käufern, Baugruppen, Investoren und Touristen. Das Leben im Viertel ist komfortabel,...

Seit 1995, als dort knapp 16 000 Menschen lebten, ist der Graefekiez ein „Erhaltungsgebiet zum Schutz der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung (Milieuschutzgebiet)“. Deshalb gibt der Bezirk regelmäßige Erhebungen zu Sozialstruktur und Mietentwicklung in Auftrag. Die neuesten Zahlen sind von 2008, in diesem Jahr sollen sie wieder erhoben werden. 2008 hatten 57 Prozent der Anwohner im Erwerbsalter eine Arbeitsstelle – mehr als 2005 (49 %). Die Zahl der Arbeiter und Angestellten ging zurück, die der Selbstständigen nahm zu (2002: 14 %, 2008: 22 % ). Zugleich stieg die Erwerbslosenquote von 12 auf 19 Prozent. Laut „Interessengemeinschaft Graefekiez“ wohnen dort heute rund 18 000 Menschen, 2004 waren es 15 000. Knapp drei Prozent Zuwachs pro Jahr wurden verzeichnet. Der Ausländeranteil fiel zwischen 1995 und 2007 von 28 auf 25 Prozent. Konstant blieb die Zahl der Studenten bei 13-14 Prozent. Die Zahl der Über-45-Jährigen nahm zu. Zwischen 1998 und 2008 stieg das Durchschnittseinkommen von 965 auf 1233 Euro. 2008 waren fast 50 Prozent mehr Haushalte erst in den letzten fünf Jahren hergezogen als 2005. Die Zahl der Wohnungseigentümer (4-5 %) und der Mieter (93-94 %) blieb zwischen 2005 und 2008 fast gleich. Die Nettokaltmiete stieg zwischen 2005 und 2008 um 5 Prozent auf 4,98 Euro pro Quadratmeter. 2011 hat das Maklerunternehmen Jones Lang LaSalle die Mietsteigerung in Berlin analysiert und für den Bereich „Planufer/Graefekiez“ mit 15 Prozent angegeben – neun Prozentpunkte mehr als für ganz Berlin, sechs mehr als im Durchschnitt in Kreuzberg. dma

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