Mindestvorgaben : Polizeibewerber müssen Größe zeigen

Wer bei der Polizei arbeiten will, muss eine bestimmte Körpergröße erreichen. Berlins Innensenator Körting erklärte am Mittwoch, das gelte auch für Migranten. Diese könnten durch die Vorgaben "zu kurz kommen", fürchtet die CDU-Fraktion.

Janina Guthke

Eine bestimmte Mindestgröße dürfen Bewerber für den Polizeidienst nicht unterschreiten, das erklärte Innensenator Ehrhart Körting am Mittwoch auf Anfrage der CDU-Fraktion durch Kurt Wansner. Die Mindestgröße beträgt für Frauen 1,60 Meter, Männer müssen 1,65 Meter groß sein.

Dieses erkläre sich dadurch, dass für den Polizeiberuf besondere körperliche Voraussetzungen unabdingbar seien. Da Polizisten häufig körperlichen Zwang ausüben und Einsatzmittel wie Dienstwaffe, Schutzweste, Schlagstock und Schutzschild tragen müssen, brauchen sie eine gewisse Körpergröße. Auch die Gefahr von gezielten Angriffen durch Gewalttäter auf Polizisten mit geringer Körpergröße, könne durch entsprechendes Training nur teilweise ausgeglichen werden, erklärte der Innensenator.

"Die Einstellungsvoraussetzungen gelten für alle Bewerberinnen und Bewerber, unabhängig von ihrer Herkunft oder Staatsangehörigkeit", teilte Körting auf Nachfrage mit. Ausnahmen könnten wegen der genannten körperlichen Anforderungen nicht gemacht werden. Dieses gelte auch für Migranten.

Der CDU-Politiker Kurt Wansner sorgte sich, Migranten könnten wegen der Größenvorschriften für den Polizeidienst „zu kurz“ kommen. Nach Angaben des Senats jedoch, ist der Anteil der wegen der Größe abgelehnten Bewerber gering. Seit 2000 wurden 46 Bewerber aus diesem Grund abgelehnt werden, davon waren 44 Deutsche ohne Migrationshintergrund, ein Deutscher mit türkischem Migrationshintergrund sowie eine türkische Staatsangehörige. Um die weiblichen Bewerber macht sich der Politiker keine Sorgen, dabei waren 42 der Abgelehnten Frauen. 

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