Berlin : Mit dem Bus zur Architektur des 20. Jahrhunderts

CS

Zum spektakulären Jahreswechsel ein Angebot für alle, die Berlins Architektur von 1900 bis in die Neuzeit im Überblick kennenlernen wollen: Die Neue Nationalgalerie veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem "Kulturbüro Berlin e.V." noch bis zum 9. Januar 2000 an jedem Wochenende drei- und vierstündige Busführungen zu Stätten der Architektur des 20. Jahrhunderts. Es geht zum Kulturforum und zum Jüdischen Museum, zum Flughafen Tempelhof und zur ehemaligen Stalinallee; auch die Hufeisensiedlung in Britz, das Hansaviertel oder die bis heute augenfälligen Gebäude der Internationalen Bauausstellung (IBA) von 1987 gehören zu insgesamt fünfzig Zielen, die auf fünf wechselnden Touren fachkundig vorgestellt werden.

"Keinem anderen Ort dieses Landes hat sich die Geschichte der Architektur mit allen historischen, politischen und gesellschaftlichen Verknüpfungen so tief und nachhaltig eingeprägt wie Berlin" schreiben die Veranstalter der Neuen Nationalgalerie. "Wer die wichtigsten Tendenzen und Positionen der Architekturgeschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert an einem einzigen Ort beobachten will, muss seinen Blick auf Berlin richten."

Deshalb haben sie die Architekturführungen im Zusammenhang mit ihrer Ausstellung "Das XX. Jahrhundert. Ein Jahrhundert Kunst in Deutschland" organisiert. Eine Schau, die sich seit ihrer Eröffnung vor drei Monaten zum Publikumsrenner entwickelte und an sechs Orten einen Rückblick auf die wichtigsten Kunstrichtungen seit der Kaiserzeit gibt. Gezeigt wird sie im Alten Museum, in der Neuen Nationalgalerie, im Hamburger Bahnhof, im Kunstgewerbemuseum, Kupferstichkabinett und in der Kunstbibliothek.

Die Architekturtouren führen wahlweise ins Zentrum der Stadt, in den Norden, Osten, Westen oder Süden von Berlin, wobei zur letzteren Rundfahrt auch ein Schlenker nach Potsdam gehört. Dort stehen unter anderem der Einsteinturm auf dem Telegraphenberg und die Villenkolonie Neubabelsberg mit den frühen Häusern Mies van der Rohes auf dem Programm.Anmeldungen und weitere Informationen über das Kulturbüro e.V., Greifenhagener Straße 60, Telefonnummer 444 09 36.

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