Berlin : Mit Geizkragen und Engelsstimme: Weihnachtsmusical im Schiller-Theater

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Gefühle ja, Kitsch nein. So einfach ist die Strategie von Komponist Dirk Michael Steffan. Und das zu erreichen, sei auch nicht schwierig: „Ein Happy End darf es geben. Nur müssen vorher genug Tiefen durchlebt werden.“

Steffan scheint es richtig zu machen: 250 000 Besucher haben das Musical „Vom Geist der Weihnacht“ in den letzten fünf Jahren gesehen. Ab dem 23. November wird es im Schiller-Theater aufgeführt. Dirk Michael Steffan hat Text und Musik der Musicalfassung geschrieben, die eigentliche Geschichte stammt vom britischen Schriftsteller Charles Dickens aus dem Jahr 1843: Dessen Weihnachtsmärchen „A Christmas Carol“, in dem der hartherzige, geizige Geschäftsmann Scrooge von seinem verstorbenen Freund und einem Engel besucht und schließlich zu einem besseren Menschen bekehrt wird, ist zumindest im englischsprachigen Raum seit Jahrzehnten populär. „Die bekannteste Weihnachtsgeschichte überhaupt“, sagt Dirk Michael Steffan. Na gut, vielleicht nur die zweitbekannteste. Die in der Bibel sei schließlich auch recht verbreitet. Das Besondere an der Musical-Umsetzung? „Auf jeden Fall die hohe Ohrwurmdichte.“ Wenn Steffan nach einer Vorstellung das Theater verlässt und Familien beobachtet, „wie sie unsere Lieder vor sich hinpfeifen, dann macht mich das glücklich.“ Er hat auch schon Dankesbriefe von Eltern bekommen: „Die singen zu Hause vorm Tannenbaum nicht etwa klassische Weihnachtslieder, sondern unsere Songs.“

Der Engel wird in diesem Jahr von Popsängerin Maricel gespielt, die zuvor schon in den Musicals „Mozart!“ und „Aida“ in Hauptrollen zu sehen war. Maricel kennt die Dickens-Geschichte seit ihrer Jugend – allerdings nicht aus einem Buch, sondern von der Leinwand: Das Märchen war 1988 Vorlage für den Film „Die Geister, die ich rief ...“ mit Bill Murray in der Hauptrolle. sel

Das Musical wird vom 23. November bis 30. Dezember aufgeführt. Karten gibt es unter der Telefonnummer 47 99 74 99. Infos: www.vom-geist-der-weihnacht.de.

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