Berlin : Modernes Gerede

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Was haben Goethe, Madonna und Lothar Matthäus gemeinsam? Richtig, sie sind alle unverwechselbar und einzigartig. Stars eben. Nun scheint in unseren multimedialen Zeiten nichts spannender zu sein als die Suche nach neuen Superstars. Kann denn heutzutage jeder über Nacht zum Star werden?

Dieter Herbst , Honorarprofessor an der Berliner Universität der Künste, geht in seinem neuen Buch „Der Mensch als Marke“ dem Phänomen der Berühmtheit nach. Zusammen mit 20 Kommunikationsstudenten untersucht er die PromiVermarktung.

Und wer würde da besser als leuchtendes Beispiel für „Human Branding“ dienen als Modern Talking? Thomas Anders will seinem gerade zum Erfolgsautor mutierten Partner Dieter Bohlen in nichts nachstehen und steuert zu Herbsts Buch ein Kapitel bei. Bei der Präsentation am Mittwoch erläuterte er seine Ansichten zu Konzepten wie „Deutschland sucht den Superstar“ und den „No Angels“: Diese Fast-Food-Stars würden verheizt, an die meisten werde man sich nach ein paar Monaten nicht mehr erinnern. „Vielleicht können einige Sternchen werden, aber nicht jeder wird ein Star“, so Anders auf die Frage nach dem Patentrezept bei der Star-Werdung. Der Modern Talking-Sänger bekannte, unter seinem starren Image zu leiden. So wurde erst neulich in einem Berliner Kaufhaus seine Kreditkarte nicht akzeptiert, da sie auf seinen bürgerlichen Namen Bernd Weidung lautete. Außerdem habe man ihm sein verändertes Image als Solokünstler nicht abgenommen. Eindringlich apellierte er an Medien und Fans: „Gestatten Sie den Stars, dass sie sich wandeln“. jul

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