Berlin : Mordfall Amani: Mutter leidet an Verfolgungswahn

Die Mutter der ermordeten Amani leidet nach einem psychiatrischen Gutachten unter Verfolgungswahn. Doch ob die 33-jährige Teshua K. tatsächlich für die Tat verantwortlich ist, könne aus dieser Diagnose nicht geschlossen werden. „Es ist alles und nichts möglich“, schätzte gestern die Sachverständige ein. Wenn das Gericht aber zu der Überzeugung kommen sollte, dass die Mutter ihre Tochter ermordet habe, dann sei ein Zusammenhang mit dem Wahn nicht ausgeschlossen. Die Richter müssten in diesem Falle entscheiden, ob die Frau schuldfähig war.

Das Mädchen war am 5. Mai 2007 mit durchschnittener Kehle in einer Grünanlage am Hohenzollerndamm gefunden worden. Zwei Tage später wurde ihre Mutter festgenommen. Seit April steht sie in einem zweiten Anlauf wegen Mordverdacht vor dem Landgericht. Die angeklagte, in Berlin geborene und aufgewachsene Tochter eines Afrikaners und einer Deutschen, hat jegliche Vorwürfe bestritten. Sie könne sich zwar nicht an den Tattag erinnern. Dennoch sei sie sich „absolut sicher“, dass sie mit der Tötung nichts zu tun habe, ließ sie über ihre Verteidigung mitteilen. Der Prozess wird am 24. Juni fortgesetzt. K.G.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben