Berlin : Museumsinsel: Strahlende Ideen

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Lichtbänder, illuminierte Brücken, strahlende Installationen - die Ideen von fünf Architekten und Künstlern für eine nächtliche Beleuchtung der Museumsinsel sind vielfältig. Am Montagabend eröffneten der Deutsche Werkbund Berlin, die Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin und die Staatlichen Museen zu Berlin eine Ausstellung über einen internationalen Workshop, zu dem die Institutionen im Sommer eingeladen hatten. "Jetzt suchen wir Geld, um die Modelle auszuprobieren", kündigte die Werksbund-Landesvorsitzende Helga Schmidt-Thomsen an. Nach Möglichkeit sollten die Versuche bereits im kommenden Winter stattfinden. Ob einer der Vorschläge zu einer dauerhaften Lösung führt, ist allerdings offen. Jedes Konzept könnte auch noch überarbeitet werden.

Die Hamburger Lichtplanerin Ulrike Brandi möchte auf der Insel ein "warmes" Bodenstreiflicht installieren und an den Uferkanten gegenüber ein durchgehendes Leuchtband. Die Berliner Architekten und Designer Erdmute und Alessandro Carlini wollen alle 19 Brücken von unten beleuchten und planen zudem eine 15 Meter hohe, farbige Lichtstele am Bug des Bodemuseums.

Die italienische Lichtkünstlerin Federica Marangoni schlägt drei Lichtskulpturen und -installationen sowie einen rot erleuchteten "Faden der Ariadne" im Boden vor, der die Spreeinsel von Süden nach Norden durchquert. Die Bahnbrücke soll mit farbigen Lichtportalen überbaut werden. Auch der italienische Architekt und Lichtkünstler Leonardo Mosso will die Bahnstrecke illuminieren; die Lichtstärke und Farbspiele könnten automatisch "von den vorbeifahrenden Zügen gesteuert werden". Zu Mossos weiteren Ideen zählen stabförmige Leuchtkörper auf Wohnhäusern der Fischerinsel und eine neue Fußgängerbrücke mit Lichtkunst zwischen Schloßplatz und Lustgarten. Hauptsächlich durch reflektiertes Licht will dagegen der Architekt und Designer Gernot Nalbach aus Berlin die Museumsinsel erhellen. Dazu müsste eine Reihe von Strahlern an den Ufern gegenüber dicht oberhalb der Wasserlinie angebracht werden.

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