Berlin : Nach dem Krieg standen nur die Außenwände

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1710 König Friedrich I. überließ den Hugenotten das Gelände des heutigen Schlosses im Norden des Tiergartens für die Seidenraupenzucht.

1743 Wenzeslaus von Knobelsdorff baute die Knobelsdorff’sche Meierei.

1784 Prinz Friedrich August Ferdinand von Preußen, der jüngere Bruder Friedrichs des Großen, kaufte das Grundstück und ließ dort bis 1787 das dreiflügelige Schloss Bellevue als erstes klassizistisches Schloss Preußens bauen. Architekt war Michael Philipp Boumann.

1785 Einzug von Prinz August Ferdinand mit seiner Familie. 1806 wurde Kaiser Napoleon im Schloss empfangen, andere berühmte Gäste waren die Humboldt-Brüder und Friedrich Schiller.

1928 Übergabe des Schlosses in staatlichen Besitz. Ab 1929 gab es jährlich große Kunstausstellungen.

1938/39 Hitler machte das Schloss zum Reichsgästehaus, ließ es nach Süden hin ausbauen und den Eingang in die Mittelachse verlegen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss schwer beschädigt, vom Hauptflügel blieben nur die Außenwände stehen.

1955 wurde Bellevue Wohn- und Amtssitz des Bundespräsidenten; die Ruine baute man bis 1959 wieder auf. Nach dem Mauerbau 1961 wurde die Villa Hammerschmidt in Bonn Amtssitz.

1986 bis 1987 teilweise Sanierung und Umgestaltung, um das Innere dem äußeren Erscheinungsbild anzupassen. Dabei wurde der Langhanssaal im historischen Stil restauriert.

1994 wurde Bellevue offizieller Amtssitz des Bundespräsidenten. Der Empfang des diplomatischen Korps an Neujahr fand erstmals im Schloss statt.

1996 begann nach einem Entwurf des Büros Gruber und Kleine-Kraneburg der Neubau des Präsidialamtes neben dem Schloss, im Volksmund „Schwarzes Ei“ genannt.

2002 Beginn der Generalsanierung: Der nördliche Flügel wurde 2003 fertig. Im Mai 2004 fingen die Arbeiten am Haupt- und Südflügel an. adk

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