• Nach Entführung in Storkow: Nach brutaler Entführung: Polizei sucht nach Hausboot-Besitzer

Nach Entführung in Storkow : Nach brutaler Entführung: Polizei sucht nach Hausboot-Besitzer

Am Sonntag konnte sich ein Geschäftsmann nach einem anderthalbtägigen Martyrium aus der Gewalt eines Entführers befreien. Die Polizei sucht weiterhin nach dem Täter. Eine heiße Spur gibt es zwar noch nicht, doch die Ermittler haben einen Verdacht.

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In Storkow ist einem 51-jähriger Geschäftsmann nach zwei Tagen in der Gewalt eines Entführers die Flucht gelungen. Foto: dapd
In Storkow ist einem 51-jähriger Geschäftsmann nach zwei Tagen in der Gewalt eines Entführers die Flucht gelungen.Foto: dapd

Zwei Tage nach der spektakulären Selbstbefreiung eines Berliner Geschäftsmannes aus der Geiselnahme durch einen Unbekannten hat die Polizei die intensive Suche nach dem Entführer am Dienstag fortgesetzt. Eine Hundertschaft durchkämmt das Gebiet zwischen dem Wohnhaus des Opfers in Storkow und dem zwei bis drei Kilometer entfernten Ort, wo der Entführer sein Opfer zwei Tage lang festgehalten haben soll.

An der Schleuse in Wendisch Rietz kontrollierten Beamte den ganzen Tag über alle ein- und ausfahrenden Boote. "Möglicherweise hat sich der Entführer auf einem Boot versteckt", hieß es bei der Polizei. Die Ermittler halten es für möglich, dass der Täter ein Hausboot besitzt.

Ein neuer Blick auf den "Maskenmann-Prozess"
Der Tatverdächtige Dachdecker Mario K. verdeckt im Gerichtssaal im November 2014 sein Gesicht mit einem Schnellhefter. Unsere Fotogalerie zum Fall. Foto: Patrick Pleul/dpaWeitere Bilder anzeigen
1 von 14Foto: Patrick Pleul/dpa
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Nach bisherigen Erkenntnissen verfügte der Geiselnehmer über ausgezeichnete Ortskenntnisse. Es gibt aber auch Vermutungen, dass er nicht aus der Gegend stammt. Als Führer eines Hausbootes könnte er die Gegend vom Wasser aus erkundet haben. So soll er das Versteck gefunden haben, wo er den Geschäftsmann zwei Tage lang gefangen hielt, und das über den Landweg nur schwer zu erreichen ist. Für die These vom Hausboot-Besitzer spricht auch, dass das Grundstück der Familie Pepper, wo vor einem Jahr ein Anschlag verübt worden war, ebenfalls am Wasser gelegen ist. Die Polizei geht davon aus, dass es zwischen beiden Fällen einen Zusammenhang gibt, da in beiden Fällen aus derselben Waffe geschossen wurde.

Der entführte Geschäftsmann hatte sich am Sonntagmorgen selbst befreien können. Über eine Brücke überquerte er den Kanal und gelangte in eine Siedlung, wo er bei einer Familie klingelte und um Hilfe bat.

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