Nach tödlichem Unfall : BVG: Bloß nichts selbst aus dem Gleisbett bergen

Über einen roten Knopf am U-Bahngleis könne die Leitstelle informiert werden, so die BVG. Nach einem Unfall mit tödlichen Folgen gibt der Verkehrsbetreiber Infos dazu, wie man im Notfall Hilfe bekommt.

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Eine U-Bahn der BVG in Berlin Foto: Kitty Kleist-Heinrich
Eine U-Bahn der BVG in BerlinFoto: Kitty Kleist-Heinrich

Nach dem tödlichen U-Bahn-Unfall am Montag in der Station Karl-Marx-Straße in Neukölln hat die BVG noch einmal dringend davor gewarnt, ins Gleisbett gefallene Gegenstände selbst bergen zu wollen. Wie berichtet, war ein 70-Jähriger vom Bahnsteig ins Gleisbett gestiegen, offenbar um etwas herauszuholen. Er wurde von einem einfahrenden Zug erfasst und tödlich verletzt.

BVG-Sprecherin Petra Reetz wies auf die Infosäulen hin, die es zweifach auf jedem Bahnsteig gebe. Sie seien mit zwei Knöpfen ausgestattet: der obere, um Informationen zu erfragen; der untere rote, um in Fällen wie am Montag um Hilfe zu bitten. Sei also ein Gegenstand, Handy, Schirm, Portemonnaie, ins Gleisbett gefallen, solle man über den roten Knopf die Leitstelle informieren.

Diese schicke dann gegebenenfalls einen BVG-Mitarbeiter vorbei, der die Signale auf Rot stelle, den Strom kurz abstellen und den Gegenstand bergen könne. Oder aber, bei nahendem Betriebsschluss, werde auch schon mal der Reinigungsdienst um Bergung gebeten, der Gegenstand könne dann tags darauf abgeholt werden.

Auch über Personen im Gleisbett sollte die Leitstelle sofort per Infosäule und roten Knopf informiert werden, sagte die Sprecherin. Diese sei immer erreichbar und könne umgehend den Strom ausschalten und sich nähernde Züge stoppen.

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