• Nach Unfall in Berlin-Mitte: Polizei ermittelt 18-Jährigen als mutmaßlichen Todesfahrer
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Nach Unfall in Berlin-Mitte : Polizei ermittelt 18-Jährigen als mutmaßlichen Todesfahrer

In der Nacht auf Sonnabend starb ein 18-jähriger Fußgänger in Berlin-Mitte. Ein Auto hatte ihn erfasst. Der Unfallfahrer flüchtete, wurde aber nun gefunden.

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Polizei im Einsatz.
Polizei im Einsatz.Foto: dpa

Der mutmaßliche Unfallfahrer, der am Sonnabend einen 18-Jährigen mit einem Mietwagen erfasst und getötet hatte, ist ermittelt. Bei ihm handelt es sich um einen ebenfalls 18 Jahre alten Mann, teilte die Polizei am Montag mit. Er war zur Tatzeit in Begleitung eines gleichaltrigen Freundes, der auf dem Beifahrersitz saß.

Der Fahrer war nach dem Unfall geflüchtet und von der Polizei gesucht worden. Er hat sich am Sonntagabend selbst gestellt, sagte ein Polizeisprecher dem Tagesspiegel.

Bei dem Unfallwagen handelt es sich um einen Smart der Carsharing-Firma "Car2Go", bestätigte ein Sprecher dem Tagesspiegel. "Wir unterstützen die Polizei in solchen Fällen immer im Rahmen des rechtlich zulässigen." Um ein Auto der Firma zu leihen, müssen Autofahrer mindestens 18 Jahre alt und seit mindestens einem Jahr in Besitz eines Führerscheins sein.

Die Ermittlungen des Verkehrsermittlungsdienstes zum genauen Unfallhergang und die Befragungen von Unfallzeugen dauern an.

Mit hoher Geschwindigkeit von der Fahrbahn abgekommen

Wie berichtet, ereignete sich der Unfall am Sonnabend gegen ein Uhr in einem Wohngebiet. Der Wagen war laut Zeugenaussagen mit hoher Geschwindigkeit aus der Schmidstraße in Richtung Köpenicker Straße in Mitte unterwegs und kam in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab. Der dabei erfasste 18-jährige Fußgänger erlitt schwerste Verletzungen, denen er wenig später im Krankenhaus erlag. Das Auto war nach dem Zusammenstoß gegen einen Straßenbaum geprallt. Der Autofahrer floh noch vor Eintreffen von Polizei und Rettungskräften unerkannt zu Fuß.

Ähnlicher Unfall im April

Einen ähnlichen Unfall hatte es in der Nacht zum 23. April in der Friedrichshainer Kopernikusstraße gegeben. Ein 23-Jähriger war von einem Carsharing-Auto erfasst und schwer verletzt worden. Der Fahrer flüchtete im beschädigten Wagen, wurde aber wenige Tage später ausfindig gemacht. Eine Frau hatte einen Smart der Firma „Car2Go“ mieten wollen, fand ihn aber beschädigt vor und stornierte die Reservierung. Als sie von der Unfallflucht erfuhr, informierte sie die Polizei. Ein Unfallzeugin konnte das Kennzeichen beisteuern, es war das des Smarts. Über die Datenbank des Carsharing-Unternehmens konnte der Nutzer zur Unfallzeit rasch ermittelt werden.

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