Berlin : Nadelöhr zum Flughafen Tegel

Wegen Brückenbauarbeiten bleibt im Sommer nur eine Spur für die Autos

Klaus Kurpjuweit

Im Sommer wird es eng auf dem Weg zum Flughafen Tegel. Auf der ohnehin staugefährdeten Zufahrtsstraße muss gebaut werden; vorübergehend wird es deshalb nur eine Fahrspur Richtung Flughafen Tegel geben. Die Anfahrtszeit kann sich dadurch erheblich verlängern. Da es keine zweite Zufahrt zum Flughafen gibt, kann die Baustelle nicht umfahren werden.

Aufwändig erneuert werden muss die General-Ganeval-Brücke, die den Hohenzollernkanal überquert. Erforderlich sind Abdichtungs- und Asphaltarbeiten. Gebaut werden soll von Juni bis September. Vorgesehen sind drei Bauphasen. In einem Bauabschnitt gibt es dann nur eine Fahrspur zum Flughafen. Dies soll in den Ferien geschehen; in der übrigen Zeit versuche man, stets zwei Spuren offen zu halten, sagte gestern Flughafensprecherin Rosemarie Meichsner.

Schon seit Wochen beschäftigen sich die Fachleute mit der Planung der Arbeiten. Denn die Zufahrt ist bereits jetzt ein Nadelöhr. Häufig staut sich dort der Verkehr; die Schlange der Autos reicht dann fast bis zur Autobahn. Eine der beiden Spuren wird derzeit zudem häufig von Taxis blockiert, die auf dem extra für sie gebauten Aufstellplatz keinen Platz finden. Meichsner machte gestern klar, dass die Taxis zumindest in der Bauzeit nicht mehr auf der Straße warten dürfen. „Notfalls müssen wir dann die Polizei einschalten“, kündigte Meichsner an.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) fordert seit langem, eine weitere Zufahrt zum Flughafen zu bauen. Die Verkehrsanbindung Tegels war einst für die Abfertigung von knapp fünf Millionen Passagieren pro Jahr konzipiert worden. Heute fliegen doppelt so viele Fluggäste über Tegel. Der Bau einer U-Bahn ist zwar vorbereitet, aber nicht verwirklicht worden. So müssen auch die Busse der BVG durch das Nadelöhr mit der General-Ganeval-Brücke fahren, die bald sehr bekannt werden dürfte.

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