Berlin : Nahverkehr profitiert weiter von WM

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Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr profitieren auch nach dem Endspiel am Sonntag weiter von der Fußball-Weltmeisterschaft. Dass es gelungen sei, die meisten Besucher und auch viele Berliner dazu zu bringen, mit Bahnen und Bussen zu fahren, sei dem hervorragenden Angebot beim Nahverkehr zu verdanken, sagte gestern Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) dem Tagesspiegel. Und dieses Angebot solle erhalten bleiben. Zu den befürchteten Kürzungen komme es nicht.

Die Bundesregierung hat den Ländern, wie berichtet, die Zuschüsse für den Nahverkehr gestutzt. Berlin erhält bis 2010 insgesamt rund 151 Millionen Euro weniger. Bisher gab es pro Jahr 390 Millionen Euro. Junge-Reyer hat aber, wie berichtet, den Senat zu überzeugt, die Kürzungen zumindest bis Ende 2007 selbst aufzufangen. In 2006muss das Land sechs Millionen Euro aufbringen, im nächsten sind es bereits 30 Millionen.

Auch bei den Investitionen soll es laut Junge-Reyer keine Kürzungen geben. Die WM habe gezeigt, wie wichtig ein funktionierender Nahverkehr sei. Mehr als 90 Prozent aller Fahrten zum Olympiastadion seien mit Bahn, Bus oder Taxi zurückgelegt worden. Gerechnet hatten die Planer mit etwa 80 Prozent. Allein die S-Bahn habe an Spieltagen mit 500 000 Fahrgästen insgesamt bis zu 25 Prozent mehr Kunden gezählt. Die BVG hatte rund 155 000 Fahrgäste mehr pro Tag.

Dagegen hat der Autoverkehr stadtweit an den Tagen ohne Fußballspiel um etwa fünf Prozent abgenommen. Mehr Verkehr gab es jedoch im neuen Tiergartentunnel. Bewährt – und beibehalten, so Junge-Reyer, würden Ampelschaltungen, die den Verkehr bevorzugen, der ums Zentrum herum fährt. kt

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