Berlin : Nahverkehr: Verzicht auf Zugangssperren - Kein Geld, keine Wirkung

kt / cs

Die BVG versprach sich "einen Schlag" gegen die Schwarzfahrer und machte sich für Zugangssperren an zahlreichen U-Bahnhöfen in Berlin stark. Doch aus diesem Projekt, das auch Bau- und Verkehrssenator Peter Strieder (SPD) lange Zeit propagierte, wird nun nichts. Zum einen aus Kostengründen, zum anderen - weil sich die Berliner Verkehrsbetriebe von Sperren an den Bahnhofszugängen nach dem Vorbild von New York oder Paris inzwischen offenbar wenig erhoffen.

BVG-Kunden sollten die Sperren nur mit einem gültigen Fahrschein oder einer Zeitkarte passieren können. Doch Erfahrungen mit solchen Sperren in New York und anderen Städten zeigen inzwischen, dass viele Schwarzfahrer die Gatter einfach überklettern und die Schwarzfahrerquote kaum sinkt.

Als Teststrecke für die ersten Berliner Zugangssperren war die U-Bahnlinie U8 zwischen Neukölln und Reinickendorf vorgesehen, doch für deren Einbau reicht nun auch das Geld nicht (siehe obigen Artikel). Die BVG ist aber darüber gar nicht mehr unglücklich.

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