Berlin : Neo trifft Öko

Gerd Nowakowski

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit setzt, so hat er jüngst kundgetan, auf Optimismus. Uns geht es gut, soll das neue Mantra der Stadt sein. Gute Laune zu haben, das kann für Berlin nie falsch sein. Wowereit die gute Laune verderben will hingegen Oppositionsführer Friedbert Pflüger mithilfe kluger Leute, die mit neuen Konzepten die Stadt voranbringen wollen. Ob der neoliberale Friedrich Merz die ideale Ergänzung zum neo-ökologischen Pflüger sein wird und ob die Probleme der Hauptstadt sich baldigst auf einem Bierdeckel lösen lassen, bleibt dahingestellt. Aber den rot-roten Senat, der auch ein halbes Jahr nach der Neuwahl erkennbar noch nicht seine Themen gefunden hat, ins Grübeln zu bringen, dafür könnte es reichen. Zumal CDU-Chef Pflüger beharrlich an seiner Charmeoffensive arbeitet; zwecks neuer Optionen mit den Grünen. Da fügt sich einiges; vor allem könnte die CDU aus ihrem tiefen Loch herauskommen. Ein Wettbewerb der Neuerer, ein Streit um Ideen zwischen Senat und Opposition – was kann der Stadt Besseres passieren? Da merkt man erst, wie lange es das nicht mehr gab. Für manche könnte das ein Grund für gute Laune sein.

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