• Neue Ausstellung über Syrien-Krieg in Berlin-Friedrichshain: Wieder gibt es Streit um die East Side Gallery

Neue Ausstellung über Syrien-Krieg in Berlin-Friedrichshain : Wieder gibt es Streit um die East Side Gallery

Ab sofort werden Fotos an der Rückseite der East Side Gallery ausgestellt, die an den Bürgerkrieg in Syrien erinnern sollen. Nicht jedem gefällt das.

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Auf der Rückseite der East Side Gallery erinnert eine Ausstellung mit Fotografien ab Donnerstag an den Krieg in Syrien.
Auf der Rückseite der East Side Gallery erinnert eine Ausstellung mit Fotografien ab Donnerstag an den Krieg in Syrien.Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Die East Side Gallery in Friedrichshain – Ort der Erinnerung an eine Zeit, in der Berlin, in der Deutschland durch eine Mauer getrennt war. Was sich bis 1989 als graues, abschreckendes Symbol der Teilung durch die Stadt zog, ist heute bunt, fröhlich und eines der beliebtesten Ausflugsziele für die vielen Hauptstadt-Touristen.

Auf ihrer Rückseite, der „West Side Gallery“, erinnert eine Ausstellung ab dem heutigen Donnerstag an ein anderes dunkles Thema: den Krieg in Syrien. An der Mauer werden ab heute Fotografien von syrischen Flüchtlingen, die im Krieg verletzt wurden, ausgestellt. Auf 350 Metern Länge werden die Porträts zu sehen sein. Und die ehemalige Berliner Mauer sei ein historisch passender Rahmen dafür, sagt zum Beispiel die Gesellschaft für Humanistische Fotografie (GfHF), die das Projekt fördert.

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Wird der Wert des Denkmals reduziert?

Andere sind gar nicht einverstanden mit dem Ausstellungsort, zum Beispiel Kani Alavi. Der Künstler ist Vorsitzender der Künstlerinitiative East Side Gallery. Der Verein setzt sich dafür ein, die 1990 entstandenen Zeichnungen und die gesamte Mauer zu erhalten, aktuell werde das Bauwerk saniert. Dass dort nun etwas anderes aufgeklebt wird, schade der Mauer und reduziere den Wert des Denkmals. Für ihn sei es unverständlich, dass der Bezirk die Genehmigung dazu erteilt habe.

Katharina Mouratadi, Künstlerische Leiterin der GfHF, kann den Einwand nicht nachvollziehen. „Wir haben alle Genehmigungen bekommen und ich gehe auch davon aus, dass alle Aspekte vorher ausführlich besprochen wurden.“ Man würde schließlich keine Bilder über die eigentliche, gestaltete East Side Gallery kleben, sondern ausschließlich auf die Rückseite.

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