• Neue Schulversuche sollen Jugendlichen in den Job helfen Kommission des Regierenden stellt Projekte für Lehrstellenbewerber vor

Berlin : Neue Schulversuche sollen Jugendlichen in den Job helfen Kommission des Regierenden stellt Projekte für Lehrstellenbewerber vor

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In Berlin werden dieses Jahr mehr Ausbildungsplätze als 2003 benötigt. Um die Lage auf dem angespannten Lehrstellenmarkt zu verbessern, soll die Berufsausbildung an den Schulen mit Modellversuchen weiter professionalisiert werden. Auch die Regionaldirektion BerlinBrandenburg der Bundesagentur für Arbeit will sich künftig intensiv um Lehrstellenabbrecher und deren Betriebe kümmern. Dies beschloss gestern die „Sonderkommission Ausbildungsplatzsituation“, die der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, Wirtschaftssenator Harald Wolf, Bildungssenator Klaus Böger sowie Kammern und Gewerkschaften einberufen hatten.

Jugendliche, die bei einem Bildungsträger einen Job erlernen, sollen künftig phasenweise auch in einen Betrieb gehen. Sie sollen von der Industrie- und Handelskammer geprüft werden, das neue Zertifikat soll den Wechsel in einen Ausbildungsbetrieb erleichtern. Auch Schüler, die an einem Oberstufenzentrum die Berufsfachschule oder spezielle Lehrgänge besuchen, sollen durch Kammerprüfungen ihre Aussichten auf einen Ausbildungsplatz in der Privatwirtschaft steigern. Böger zufolge mussten vor fünf Jahren 27 Prozent aller Schulabgänger in staatliche Programme ausweichen – 2003 waren es schon 36 Prozent. 2003 begannen in Berlin 21 016 Jugendliche ihre Ausbildung. Dieses Jahr werden 21 300 neue Lehrstellen benötigt. Während es 2002 noch 59 183 Auszubildende gab, sank die Zahl 2003 auf 57 694. Weil immer mehr Jugendliche einen Job lernen müssen, der ihnen nicht liegt, stieg die Quote der Abbrecher 2003 auf zehn Prozent. Geplant ist auch eine Berliner Infobörse über Veranstaltungen für Lehrstellenbewerber (Kontakt: Telefon 555599 1605/-2613). kög

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