Neue Technik beim Ticketkauf : Die BVG hat jetzt eine App

Mit der neuen Smartphone-App der BVG können die Fahrgäste ihre Tickets ganz einfach digital erwerben, allerdings nicht im Voraus. Außerdem will die BVG für zehn Millionen Euro neue Fahrscheinautomaten anschaffen – die sollen sogar neue Euro-Scheine akzeptieren.

Mit der neuen BVG-App können Nutzer nicht nur ermitteln, wann die nächste Bahn kommt, sondern auch Fahrscheine kaufen.
Mit der neuen BVG-App können Nutzer nicht nur ermitteln, wann die nächste Bahn kommt, sondern auch Fahrscheine kaufen.Foto: dpa

Den eigenen Namen auf den Fahrschein gedruckt – die BVG macht’s möglich. Bei ihr können jetzt auch Fahrkarten per Smartphone gekauft werden, die dann obligatorisch mit dem Namen des Nutzers versehen sind. Der Fahrschein auf dem Handy ist nämlich nur gültig, wenn der Besitzer auch einen amtlichen Lichtbildausweis mit dem entsprechenden Namen vorweisen kann. So will die BVG Betrug verhindern.

Die so genannte App für Smartphones kann aber noch mehr: Sie zeigt auch an, wo für die Weiterfahrt per Auto ein Carsharing-Fahrzeug von car2go in der Nähe bereit steht, mit Angaben zur Tankfüllung und zum Zustand (sauber oder nicht). Liniennetzpläne können vergrößert angezeigt, regelmäßige Fahrverbindungen gespeichert werden. Eine Fahrplanauskunft per Handy ist schon lange üblich; allerdings bietet auch die neue App derzeit nur die Zeiten laut Fahrplan an. Echtzeiten sollen aber noch in diesem Jahr folgen, kündigte am Mittwoch BVG-Vorstand Henrik Falk an.

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20.02.2015 11:17Fast 11.000 Mitarbeiter hat die BVG. Sie fahren uns ins Büro, nach Hause, zur Schule und oft auch zur Party. Wird mal Zeit, Danke...

Keine Vier-Fahrten-Karte per App

Gedacht sei die neue App vor allem für Kunden, die das bisherige Modell Touch & Travel, das die Bahn entwickeln ließ und jetzt auch im gesamten Gebiet des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg gilt, scheuten, sagte Falk. Bei Touch & Travel müssen sich Nutzer vor der Fahrt an- und am Schluss wieder abmelden. Der Preis wird erst nachträglich ermittelt. Viele Fahrgäste wollten den Betrag aber bereits vor Antritt der Fahrt wissen, sagte Falk.

Zudem befürchteten Fahrgäste, dass durch das An- und Abmelden ihre Fahrten nachverfolgt werden könnten. Ein solches „Bewegungsprofil“ sei bei der App nicht möglich, auch wenn der Name des Käufers erscheine. Weil die Handy-Fahrscheine – mit Ausnahme der Tageskarten – sofort gültig sind, ist ein Vorverkauf nicht möglich. Damit ist auch die rabattierte Vier-Fahrten-Karte nicht im Angebot.

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Neue Automaten für zehn Millionen Euro

Die BVG setzt aber auch weiter auf Automaten. Für rund zehn Millionen Euro will sie jetzt neue Geräte anschaffen, kündigte Falk an. Sie sollen dann, anders als derzeit an vielen Geräten, auch neue Euro-Scheine akzeptieren. Die App habe dagegen nur rund 35 000 Euro gekostet, sagte Falk. Entwickelt hatte sie, zunächst an der BVG vorbei, ein Student, der die Arbeit später an eine Softwarefirma verkaufte, mit der die BVG nun zusammenarbeitet.

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