Berlin : Neue Vertretungen: Erinnerung an das Tor zur Freiheit

C. v. L.

Ungarn hat gestern für seine Botschaft Unter den Linden Ecke Wilhelmstraße nach fast einjähriger Bauzeit das Richtfest gefeiert. Zu der Veranstaltung mit Gästen aus dem Bundestag, dem Auswärtigen Amt und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung waren vom ungarischen Außenministerium Staatssekretär Gabor Zupko und der designierte Botschafter Gergeley Pröhle erschienen. Zupko sprach von der Freude seines Landes, sich an der Entwicklung Berlins beteiligen zu können. Das Botschaftsgebäude soll im nächsten Frühjahr fertiggestellt sein. Bis zum Einzug residiert die Botschaft in einem Bürogebäude am Gendarmenmarkt.

Der 35-Millionen-Neubau, entworfen vom ungarischen Architekten Adám Sylvester, wird auf einem Grundstück errichtet, das dem Land Ungarn gehört. Das alte Botschaftsgebäude aus dem Jahr 1966 war zu Beginn des vergangenen Jahrs abgerissen worden. Nach einem Investoren-Auswahlverfahren wurde die EP Euro-Projektentwicklungsgesellschaft ausgewählt, ein Beteiligungsunternehmen der Dresdner Bank und der Unternehmensgruppe Roland Ernst. Am Bau ist die Strabag mit ihrem ungarischen Unternehmensbereich beteiligt.

Zur Grundsteinlegung im vergangenen November waren Ministerpräsident Viktor Orban und Bundesaußenminister Joschka Fischer und der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen erschienen. Fischer erinnerte daran, dass die Ungarn das Tor zur Freiheit aufgerissen und damit zur europäischen Integration beigetragen hatten. Ungarns Botschafter Gergeley Pröhle betonte gestern, man spüre in Berlin eine positive Einstellung und Liebe gegenüber seinem Heimatland.

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