Berlin : Neuer Nahverkehrsplan: Zusätzliche Linie und kein Neubau

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Bei der U-Bahn sieht der Nahverkehrsplan bis 2004 keine Neubauten vor. Auch die U 5-Verlängerung vom Alexanderplatz zum Lehrter Bahnhof ist nicht enthalten. Verkehrssenator Peter Strieder (SPD) will sie erst nach dem Jahr 2010 fertig bauen lassen. Über 400 Millionen Mark sind bereits verbuddelt - auf Jahre hinaus ohne Nutzen.

Auch die Verkehrsleistung der U-Bahn soll bis 2004 nahezu unverändert bleiben. Allerdings sollen auf der U 2 zwischen Theodor-Heuss-Platz und Ruhleben weniger Züge als heute fahren, jeder zweite Zug aus Pankow endet dann bereits am Theodor-Heuss-Platz. Als neue Linie vorgesehen ist die U 76, die als Kombination der U 6 und der U 7 alle zehn Minuten von Rudow (U 7) zum Kurt-Schumacher-Platz (U 6) fahren soll. Dadurch würde sich am Bahnhof Mehringdamm die Zahl der Umsteiger um 40 Prozent verringern. Nicht geklärt ist bisher aber, wer die zusätzlichen Kosten für den Betrieb der U 76 aufbringen soll. Bei der U 6 und der U 7 soll es nämlich keine Einschränkungen geben.

Vom Lückenschluss der S-Bahn am Nordring soll auch die U 7 profitieren. Die Planer erwarten danach auf dem Abschnitt Jungfernheide-Spandau mehr Fahrgäste, während die Zahl auf der U 9 zwischen Westhafen und Leopoldplatz abnehmen wird.

Völlig umgekrempelt werden soll der Nachtverkehr. In den Nächten zu Sonnabend und Sonntag sollen alle Linien - bis auf die U 15 und die U 4 - ohne Betriebspause fahren; in der Innenstadt alle 15 Minuten, in den Außenbereichen alle 30 Minuten. In den anderen Nächten sollen Busse die Streckenführung der U-Bahn übernehmen.

Wann der Betrieb umgestellt wird, ist offen. Den ersten Termin - in diesem September - hat die BVG bereits verschoben.

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