Neukölln : 50 Störer aus Columbiabad gewiesen

Wegen Tumulten im Columbiabad in Neukölln musste am Sonntag die Polizei anrücken. 50 Besucher erhielten Hausverbot, weil sie gegen die Badeordnung verstoßen hatten.

Offenbar löste die drückende Hitze am Sonntag im Columbiabad in Neukölln auch Aggressionen aus. Die Beamten schrieben Anzeigen wegen Hausfriedensbruch und verwiesen die 50 Störer des Bades.

Bei den Störenfrieden handelt es sich um 50 Kinder, Jugendliche und junge Männer zwischen elf und 24 Jahren. Fast alle sind türkischer oder arabischer Herkunft. Sie seien zu Dutzenden von den Längsseiten in das Becken gesprungen und hätten ebenso zu Dutzenden den Sprungturm und die Rutsche belagert, schilderte der Sprecher der Bäderbetriebe, Matthias Oloew, die Situation. „Damit gefährden sie andere und sich auch.“ Das flächenmäßig zweitgrößte Freibad besuchten am Sonntag insgesamt 6000 Leute. Die Tumulte geschahen zur „Spitzenzeit“ gegen 16.30 Uhr, als mehrere tausend Badegäste anwesend waren. Obwohl die Bademeister die Unruhestifter mehrfach aufforderten, Provokationen zu unterlassen, hörten sie nicht. Auch das Sicherheitspersonal sei wegen der Vielzahl der Leute überfordert gewesen, weshalb die Polizei gerufen wurde.

Zwar sei das Geschrei wegen der Hausverbote laut gewesen, doch Handgreiflichkeiten habe es nicht gegeben, sagte Oloew. Die Beamten führten die Störer in kleinen Gruppen hinaus. Widerspenstiger verhielt sich eine 27-Jährige, die beim Diebstahl im Bad erwischt worden war. Als die Polizei sie aus dem Bad bringen wollte, schrie die Frau – sie war in Begleitung ihrer Kinder – lautstark und schlug um sich. Zudem versuchte sie einen Polizisten zu verletzen, indem sie mit dem Kinderbuggy auf ihn zustürmte. Gegen die Frau wird deshalb auch wegen Widerstands und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Dies war der erste größere Vorfall in einem der Freibäder in diesem Jahr. Die Mitarbeiter der Bäderbetriebe wappnen sich aber für die kommenden Tage, an denen es wieder wärmer werden soll und hoch hergehen könnte: Denn sobald es drei Tage hintereinander heiß sei, rasteten immer wieder Badegäste aus und benähmen sich daneben, sagt Oloew. Verstärkt wird dies dadurch, dass große Ferien sind und somit mehr Leute in die Bäder strömen. tabu

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