NEUKÖLLNER MODELL : Kleinkriminellen auf der Spur

Ziel des Modells ist eine schnell auf die Tat folgende Gerichtsverhandlung – maximal nach vier Wochen. Folgen etwaige Strafen erst Monate oder gar Jahre nach einem Vergehen, gilt die pädagogische Wirkung des Urteils als schwach. Für Schnellverfahren kommen nur Fälle in Betracht, bei denen als Strafe maximal ein Arrest von vier Wochen zu erwarten ist. Häufiger werden jugendliche Täter nach dieser Verfahrensweise mit Arbeitsstunden oder dem sogenannten Täter-Opfer-Ausgleich belegt. Außerdem sollen nur Taten nach dem Neuköllner Modell behandelt werden, bei denen die Beweislage eindeutig und übersichtlich ist. Umfangreiche Zeugenbefragungen, wie nach Schwerverbrechen üblich, scheiden aus. Das Modell ist ein Baustein des Gesamtkonzeptes des Senats zur Bekämpfung der Jugendkriminalität in Berlin. Vor allem Kieznähe und gute Vernetzung aller beteiligten Ämter seien wichtig, um kriminelle Karrieren bei Jugendlichen früh zu erkennen und zu stoppen.hah

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben