Berlin : Nicht ohne Klo

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VON TAG ZU TAG

Klaus Kurpjuweit empfiehlt Bahnkunden eine gute Vorbereitung

Wer mit der Bahn unterwegs sein will, sollte seine Fahrt gut vorbereiten. Ratsam ist es, auf jeden Fall Proviant mitzunehmen. Umständlich, aber empfehlenswert ist auch das Mitschleppen eines Campingklos. Und natürlich sollte man auf jeden Fall ein Handy dabeihaben. Man kann schließlich nie wissen, wie lange es dauert, bis man den Zug wieder verlassen kann. Zumindest dann nicht, wenn eine Panne eintritt.

Die Bahn versucht in solchen Fällen, die Fahrgäste an Bord zu lassen, weil die Verantwortlichen die Risiken beim Aussteigen auf freier Strecke meist scheuen. So kann es passieren, dass Fahrgäste vier Stunden im Zug eingesperrt bleiben – wie Geiseln. Dabei ist es dann den Verantwortlichen auch egal, wenn sogar die Toilette ausfällt. Schließlich haben sie andere Sorgen. Wer jetzt ein Campingklo dabeihat, kann damit nun sogar vielleicht gute Geschäfte im Zug machen.

Von der Bahn gibt es zwar bei großen Verspätungen einen Gutschein, der aber nur zwei Monate lang beim Kauf eines neuen Fahrscheins gilt. Und wer will nach solchen Erfahrungen wirklich so schnell wieder in einen Zug steigen – womöglich mit einem mobilen Klo im Gepäck?

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